Nystagmus.de :: Forum :: Bin neu hier/ kleiner Sohn hat Nystagmus
Forum : Nystagmus.de
Deutsches Forum Nystagmus

Nystagmus.de

Deutsches Forum Nystagmus

Mit mehr als 1.900 Teilnehmern sind wir wohl das größte Forum für Nystagmus in Deutschland. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme. Zum Schreiben von Beiträgen registrieren Sie sich bitte durch Klick auf den nachfolgenden Link:

Jetzt kostenlos und unverbindlich registrieren! [hier klicken]

 
Bin neu hier/ kleiner Sohn hat Nystagmus
geschrieben von: katinka (IP gespeichert)
Datum: 29. März 2009 17:58

Guten Tag allerseits,

möchte mich kurz vorstellen, da ich neu in diesem Forum bin. Bei meinem kleinen Sohn Jan wurde letzte Woche im Rahmen der U4 ein Nystagmus festgestellt. Ich habe das "Augenzittern" schon von Geburt an beobachtet, habe mir aber nie wirklich was dabei gedacht...Nun bin ich natürlich sehr erschrocken. Eine augenärztliche Kontrolle hat bis auf den Nystagmus und ein leichtes Schielen des rechten Auges keine weiteren pathologischen Veränderungen ergeben. Nun mache ich mir große Sorgen und weiß nicht so genau, wie es weitergehen soll. Eine neuropädiatrische Begutachtung soll bald erfolgen. Neurologisch ist unser Sohn ansonsten völlig unauffällig und entwickelt sich prächtig. Er verfolgt Objekte und Personen mit den Augen und greift nach seinem Spielzeug. Gibt es ähnliche Fälle hier im Forum? Wenn ja, wie haben sich eure Kinder entwickelt? Würde mich sehr gerne mit anderen Eltern austauschen, Katinka

Re: Bin neu hier/ kleiner Sohn hat Nystagmus
geschrieben von: sterni&Tim (IP gespeichert)
Datum: 05. April 2009 11:56

Hallo

Tim hat den Nystagnus seit er 8 Wochen alt ist.

Neurologisch ist alles OK. Er war 3 tage stationär im KH, es wurde ein MRT, EEG und noch eingie andere neurologische Untersuchungen gemacht.OHNE Befund!!

Er ist jetzt 1 Jahr alt!

Er entwickelt sich ganz normal, läuft bereits...und ist motorisch sehr weit entwickelt. Das erwähnte auch unsere KiÄ bei der U6!

Er hat bis jetzt auch keine Sehbeeinträchtigung, nun müssen wir alle 3-6 Monate zum Augenarzt zur Kontrolle!

Schielen tut er auch nicht.

Es gibt Nystagmen die unerklärlich bleiben, die Kinder ganz normal sehen und sich auch ganz normal entwickeln!
So ein Nystagmus kann später operativ kosmetisch behandelt werden.So hat man es uns gesagt!!

Ich hoffe euer kleiner entwickelt sich auch weiter so gut
yawning smiley)

LG




Re: Bin neu hier/ kleiner Sohn hat Nystagmus
geschrieben von: Brigitte Kobilarov (IP gespeichert)
Datum: 07. April 2009 17:12

Hallo,
jetzt kann man bei Ihrem kleinen Sohn noch nichts korrigieren, erst wenn er lesen kann.
Wahrscheinlich wird aber seine Sehschärfe eingeschränkt sein auf ca 60 %.
Beim Nystagmus sehen bei einem Auge 2 Stellen auf der Netzhaut gleichzeitig, das heißt nacheinander. Keine Stelle ist führend.
Später muß man mit Prismen versuchen, die Augenachsen so zu korrigieren, dass ein beidäugiges Sehgleichgewicht entsteht.
Dann wird langsam einer der beiden Seheindrücke (monukular) unterdrückt und die Sehschärfe steigt.
Schwierige Korrektur.
mfg
B. Kobilarov

Re: Bin neu hier/ kleiner Sohn hat Nystagmus
geschrieben von: loewinundlamm (IP gespeichert)
Datum: 24. Oktober 2017 12:52

Hallo!

Der Thread ist zwar schon eine Weile her, aber ich hoffe trotzdem, dass du noch erreichbar bist. Auch bei meinem Sohn wurde vor ein paar Tagen Nystagmus festgestellt, und auch mir ist das Zittern in den Augen nie aufgefallen. Da er mein 1. Kind ist, dachte ich mir gar nichts dabei. Da er ein Frühchen ist, hatten wir bis zum eigentlichen ET Augenuntersuchungen und entwicklungsneurologische Kontrollen. Auch da ist niemandem etwas aufgefallen. Erst die Physiotherapeutin hat es dann gesehen, und auch erst bei der 4. Sitzung. Ich weiß nun gar nicht, was ich denken soll. Er greift, fixiert, lächelt zurück auch wenn ich 1,5 m entfernt bin, schaut uns nach... alles gut eigentlich. Morgen haben wir eine Untersuchung auf der Sehschule, die wird hoffentlich etwas Klarheit bringen. Ich wollte trotzdem schon vorab fragen, wie es bei euch weitergegangen ist? Hat er irgendwelche Beeintächtigungen, oder hat sich das Augenzittern gar wieder gelegt?

Vielen herzlichen Dank!

Re: Bin neu hier/ kleiner Sohn hat Nystagmus
geschrieben von: Jo280816 (IP gespeichert)
Datum: 27. Oktober 2017 10:44

Das ist doch klasse das er so gut sieht!
Es gibt Formen (wie bei meinem Sohn) da können die Leute nur hell und dunkel sehen!!
Evtl ist es auch eine Verzögerung da dein kleiner Schatz zu früh auf die Welt gekommen ist!
Drück euch die Daumen aber wie gesagt wenn er doch gut sieht der weiß kann bis zum zweiten Geburtstag verschwinden bei manchen!
Lg

Re: Bin neu hier/ kleiner Sohn hat Nystagmus
geschrieben von: Lichtgesundheit (IP gespeichert)
Datum: 24. November 2017 11:02

Hallo ihr Lieben,

haben eure Kinder oder habt ihr selbst Probleme mit Flimmerlicht?


Meine Erfahrung mit Flimmerlicht:

Wegen einer erhöhten Sehfrequenz kann ich die Bewegungen von elektrischem Licht mitverfolgen. So ist das stroboskopartige Flimmern vieler LED sowie das Flackern und Aufblitzen von Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen für mich deutlich wahrnehmbar. Es beeinträchtigt nicht nur mein Wohlgefühl, sondern verursacht beinahe unmittelbar Übelkeit, Schwindel, Orientierungslosigkeit sowie starke Schmerzen in Augen und Kopf, denen bei einer Überdosis Fieber folgt.

Die Überreizung meiner Sehverarbeitung variiert in ihrer Ausprägung je nach Qualität und Anzahl dieser Leuchtmittel sowie der Dauer, während der ich Flimmerlicht ausgesetzt bin. Bei einer Überdosis folgen in der Regel im Anschluss 1-2 Tage Fieber sowie 2-3 Tage starkes Augenzittern, Übelkeit und starke Kopfschmerzen. Und zwar in der Art, dass ich mir kaum traue mich zu rühren. Doch sind dies nur Auswirkungen meines eigentlichen Problems; meinem Fixations-Nystagmus.

Bereits als Kleinkind wurde bei mir ein schwerer Nystagmus festgestellt, der ein Fixieren von Objekten extrem erschwert und darüber hinaus meine Sehentwicklung maßgeblich negativ beeinflusst hat. Des weiteren liegt bei mir eine Winkelfehlsichtigkeit vor, die das Zusammenspiel beider Augen sehr verkompliziert. Das Tragen einer Brille wird von mir als Stress empfunden, da der Nystagmus hierdurch - nach anfänglicher Beruhigung - verstärkt wird.

Doch auch ohne Brille sind meine Augen immerzu in Bewegung. Sie pendeln den gesamten Tag hinweg unablässig und stellen in schneller Abfolge immer wieder das Bild scharf. Selbst bei geschlossenen Lidern kommt die zitternde Bewegung nur sehr langsam zur Ruhe. Jeder helle und schnelle Reiz beschleunigt dieses Suchen und Scharfstellen. Bei Flimmerlicht jedoch auf eine extreme Weise. Hinzu kommt, dass mein Sehen ausschließlich peripher funktioniert und ich so über ein sehr weites Sichtfeld verfüge, jedoch nichts ausblenden kann. Zwar kann ich einer Störquelle den Rücken zuwenden, doch sollten gleich zwei oder mehr flimmernde Lichter in meinem Sichtbereich auftauchen, habe ich unmittelbar ein Problem. Wohingegen bei Deckenbeleuchtung bereits eine Quelle ausreicht, da an Wänden und Boden das Flimmern ebenfalls sichtbar fortgeführt wird. Da nun allerdings zumeist mehrere Lampen zur Raumbeleuchtung zum Einsatz kommen und diese beim Einschalten überdies noch zeitversetzt zueinander flimmernd in Bewegung geraten, entsteht für mich ein undurchdringliches optisches Durcheinander.

Wegen starker Migräne und Sehausfällen wurde ich bereits zu Schulzeiten jährlich im Winter aufwendig medizinisch untersucht. Dass meine Beschwerden etwas mit der Neonröhren-Beleuchtung in der Schule zu tun haben könnten, ahnte damals niemand. "Lichtempfindlichen Menschen" wie mir wurde daher vom Bundesgesundheitsministerium noch vor einigen Jahren ausdrücklich Glühlampenlicht empfohlen. Denn Glühbirnen und Halogenlampen bieten ein kontinuierliches, an Wärme gekoppeltes Vollfarbspektrum-Licht, ähnlich dem der Abendsonne. Und damit geht es mir gut. Was sich wohl mit der thermischen Trägheit des Glühfadens erklärt. Daher trage ich beim Verlassen meiner Wohnung immer einen Notfallkoffer mit Glühbirnen bei mir. Diese beziehe ich wegen des Glühbirnenverbots mittlerweile aus Nachbarländern.
Bevor ich zu einer Verabredung gehe, erkundige ich mich nach den dortigen Lichtverhältnissen und Lampenfassungen. Bei Tanzfesten und Theateraufführungen bleibt mir nur im vornhinein zu fragen; Wer ist hier eigentlich für das Saallicht verantwortlich?

In meiner Tätigkeit als Koch war ich in der Vergangenheit überwiegend in Schauküchen zugange. Die Gasträume waren damals, der Atmosphäre wegen, mit Glühbirnen oder Halogenlampen ausgeleuchtet. Doch nicht zuletzt durch das gesetzliche Verbot der Glühbirne, deren Schicksal auch die Halogenlampe schon bald teilen muss, wurde LED's, Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen der Weg bereitet. Ob Straßenbeleuchtung, Ampeln, Autos, Bahn und Bus, Außenwerbung, Handy, Fernsehen, PC-Monitor, Supermarkt, Bioladen, Café, Uni, Bibliothek, Arbeitsamt, Tanzball, Museum, Zoo ... Längst haben diese synthetischen Leuchtmittel alle Lebensbereiche erobert. Die Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums ist somit nicht mehr alltagstauglich.

Um mich gegebenenfalls beruflich neu zu orientieren, bin ich seit nunmehr drei Jahren als Promoter in unterschiedlichen Bereichen tätig. Von den möglichen Aufträgen sind jedoch nur wenige mit meinem Sehen verträglich. Sind Bildschirme erforderlich, bin ich raus. Wird es vor Veranstaltungs-ende dunkel, dann auch. Sobald das Sonnenlicht nicht mehr ausreicht, jenes diskontinuierliche Licht von LED und Leuchtstofflampe aufzufüllen, muss ich dringend eine sichere Umgebung aufsuchen, in der ich mich auch ohne Sehen zurecht finde – das nicht nur nachts. Ein normales Leben zu führen, ist mir so nicht möglich.

Mit meiner erhöhten Sehfrequenz bereitet es mir auch große Mühe, mich als Fußgänger oder Radfahrer an Straßen zurecht zu finden, geschweige denn, mich ungehindert am Straßenverkehr zu beteiligen. Dies liegt mitunter am stroboskopartigen Flimmern, der in vielen Fahrzeugscheinwerfern zum Einsatz kommenden LED's. Besonders zappelig sind Tagfahrlichter. Doch auch die angezeigte Schrift auf Zug, Bahn und Bus zu lesen und somit zu erkennen, um welche Linie es sich handelt oder wohin sie unterwegs ist, bereitet mir Probleme. Ebenso ergeht es mir mit den Haltestellenanzeigen. Denn auch hier hindern mich flimmernde Leuchtmittel am Erkennen. Überdies breiten sich allerorten LED-betriebene, flimmernde Straßenlaternen aus, was bei barrierefreien Bauvorhaben bisher keine Berücksichtigung findet.

Öffentliche Orte, Veranstaltungen und Gebäude meide ich, um mich vor einer Sehbelastung zu bewahren. Ebenso alle Arten von Bildschirmen. Ein digitaler Eremit, inmitten einer Welt voller Flimmerkisten.
Doch gibt es auch Lichtblicke. Wenn ich mein Erscheinen zuvor angekündigt habe, werden in einzelnen Lokalitäten und Lädchen Glühlampen eingeschraubt oder es wird elektrisches gegen Kerzenlicht eingetauscht. Für den sicheren Hin- und Rückweg bin ich jedoch zumeist auf eine Begleitperson angewiesen.

Solang die Sonne scheint, ist alles gut.

Sonnige Grüße 
Maximilian

Selbsthilfegruppe LICHTGESUNDHEIT Leipzig



In diesem Forum dürfen leider nur registrierte Benutzer schreiben.
Deutsches Forum Nystagmus: Nystagmus.de

Impressum

Augenmedizin Autoimmunerkrankung Autoimmunkrankheit Autosteuern Diecast Elternunterhalt Gehaltstarife Hautausschlag Lizenzmanagement Kinderpsychologen Lohnfortzahlung Magnetventil Tacitus Taurin Wohnungskündigung

Häufige Suchanfragen auf dieser Seite: Augen lasern, Kontaktlinsen. Augenlasern, Brille. Kontaktlinse als Hilfsmittel. Rasterbrille. Vitamine.