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Nystagmus = Tumor oder MS?
geschrieben von: Pims (IP gespeichert)
Datum: 23. Mai 2006 15:08

Hallo zusammen,

mein Name ist Petra, bin 38, und leide seit ungefähr einem halben Jahr unter Schwindel. Mal spüre ich ihn fast gar nicht, dann "fahre ich wieder den ganzen Tag lang Karussell".
Was meine Hausärztin zunächst als Kreislaufstörungen abtat, hat heute nach einem Besuch bei der HNO-Ärztin völlig neue Formen angenommen. Ihre Diagnose - Nystagmus löst aller Wahrscheinlichkeit nach meinen Schwindel aus. Auf meine Frage, wie es dazu komme erhielt ich eine Überweisung zum Neurologen mit dem Hinweis, dass dieser die genaue Ursache untersuchen soll. Ich mache mich also direkt auf den Weg zum Neurologen, der mich auch sofort drannimmt. Es erfolgt eine eingehende Untersuchung mit Doppler an Hals und Kopfblutgefäßen, vorwärt- und rückwärts laufen, bei geschlossenen Augen mit dem Zeigefinger die Nase treffen u. ä. Dann erklärt mir der Neurologe, dass die beiden häufigsten Krankheiten, die mit Nystagmus zusammenhängen Multiple Sklerose oder ein meist gutartiger Tumor (Fachbegriff kriege ich leider nicht mehr zusammen) am Gleichgewichtsorgan sind. Morgen soll ich zum EEG kommen und dann hat er mich an eine Klinik zum MRT überwiesen.

Ich muss sagen, dieser Vormittag hatte es aber wirklich in sich: erst wird mir der Begriff Nystagmus um die Ohren gehauen, von dem ich vorher noch nie gehört hatte und nach dem Besuch beim Neurologen habe ich mich geistig schon im Rollstuhl bei einer Bestrahlung, Chemotherapie oder Kopfoperation gesehen.

Was sagt ihr dazu? Ich bin heute einfach nur noch völlig überfordert.

Freue mich von Euch zu hören.

Petra

Re: Nystagmus = Tumor oder MS?
geschrieben von: Judy (IP gespeichert)
Datum: 24. Mai 2006 13:07

Hallo liebe Petra,

ich kann Deine Situation wirklich super gut verstehen und kann auch Deine Ängste und Gedanken sehr gut nachvollziehen. Als ich Deine Zeilen gelesen habe, lief es mir heiß und kalt den Rücken runter und ich drücke Dir wirklich ganz fest die Daumen, daß Du heute genug Kraft für den Tag hast!!!!!

Ich selbst habe einen angeborenen Nystagmus, dem sich aber irgendwann in den 90´er Jahren eine neurologische Nystagmuskomponente überlagert hat, deren Ursache aber bis 2003 niemand finden konnte.
Mein Nystagmus ist auch seit 1994 von einer sehr ausgeprägten Schwindel- und Übelkeitsproblematik begleitet! Wie gesagt bis 2003 wußte niemand die Ursache.

Ich finde Du bist auf dem richtigen Weg! Ich würde Dir auch unbedingt raten einen guten Neurologen zu konsultieren und baldmöglichste ein MRT duchführen zu lassen - evtl. dann auch noch eine Liquorpunktion - ist heute wirklich nichts Schlimmes mehr - die Durchführung spürst Du fast nicht. Einige haben nachher Probleme mit diesen blöden Kopfschmerzen - ich gehöre auch zu diesen "einigen", aber das geht rum und man überlebt das, auch wenn dieser Kopfdruck schon mal bis zu einigen Monaten anhalten kann. Aber sobald man sich hinlegt sind diese Kopfschmerzen weg! Aber das ist jetzt alles noch nicht Dein Thema und die Wahrscheinlichkeit, daß es bei Dir ohne Kopfschmerzen rumgeht ist höher, als daß Du diese bekommst.

Also ich lebte viele Jahre in der Ungewißheit, was die Ursache meiner Beschwerden ist - es kamen bei mir dann noch einige andere Symptome dazu und nie hat jemand vor 2003 die Ursache gefunden.

Ich habe eine MS - aber ich kann Dir ehrlich sagen, ich sitze bis heute noch nicht im Rollstuhl! Ich habe zwar deutliche Ausfallerscheinungen und meine Krankheit zeigt leider auch einen extrem schweren Velrauf, aber dennoch bin ich ein sehr froher und zufriedenr Mensch geblieben!
Seit mich persönlich die Diagnose MS betrifft, habe ich ein Stück weit den Schrecken vor dieser Krankheit verloren - auch wenn es durchaus eine hinterhältige und gemeine Krankheit ist, von der man zu oft ganz gemein ausgebremst wird!

Aber: Das Leben geht weiter!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ich bekomme seit Ende 2003 alle 3 Monate eine Chemo - ich habe seit Januar 2003 insgesamt 81.000 mg Cortison bekommen - aber ich bin ein sehr glücklicher Mensch, der ebenso sein Leben genießt wie vorher!!!!!!!!!!

Also was ich Dir gerne sagen möchte ist, Du kannst die Panik ein wenig aus dem Gesicht nehmen - auch wenn ich Dich wirklich verstehen kann!!!! Ich habe diese Zeit auch durch und es gibt Momente wo die Gedanken Karusell fahren wollen - schrecklich diese Zeit!!!!!!

Ich hatte bis 2002 sogar einige MRT-Untersuchungen und alle waren ohne Befund. Kein Neurologe kam bei zahlreichen Untersuchungen dahinter, daß ich eine MS habe!
Letztlich war es bei mir dann doch ein MRT im Janaur 2003, wo sich dann plötzlich 12 deutliche Entzündungsherde im Schädel zeigten, von denen auch keiner direkt eine Ursache wußte!

Dann 14 Tage später wurde durch die Rückenmarkspunktion (Liquoruntersuchung) die MS eindeutig diagnostiziert!

Seit dem haben meine Beschwerden - die ich auch vorher schon hatte - einen Namen! Eigentlich hat sich sonst in meinem Leben nichts geändert!
Klar, ich werde natürlich immer öfters Ärzte und Kliniken besuchen und aufsuchen müssen als Gesunde. Aber mein Leben geht weiter.....!

Ich wünsche Dir, daß Dich eine harmlose Diagnose trifft - aber egal wie es sein wird, Dein Leben ist nun nicht fertig - ganz sicher nicht!!!!!!

Du hast weiter die Möglichkeit jeden Tag zu genießen und glaube mir, ich kann so viele Tage so sehr genießen. Ich war zum Bsp. letzte Woche im Urlaub und es war traumhaft!!!!!!!

Also solltest Du eine MS haben, dann kann ich Dir wirklich sagen, es muß nicht passieren, daß Du irgendwann im Rollstuhl sitzt - ehrlich nicht!!!! Dann sei froh, daß Du bis jetzt "nur" diesen einen Schub hattest - den kann man dann auch evtl. sogar mit einem Cortisonstoß (z.B. 3 oder 5x jeweils 500 oder 1.000 mg / Tag) behandeln und vielleicht bilden sich sogar Deine Beschwerden dann zurück!!!!! Wenn du Glück hast, bekommst Du nie wieder einen neuen Schub der Erankung und das Thema bleibt für Dich Vergangnheit.....!

Darf ich fragen wo Du her kommst?
Wenn Du mehr über MS wissen möchtest, dann kann ich Dir schon auch einige gute Informationsseiten nennen.
Wie alt bist Du?

So, nun möchte ich Dir nicht zu viel mitteilen.

Ich denke ganz sicher ab heute an Dich, denn ich kann wirklich mitfühlen. Ich wünsche Dir gaaaaanz viel Kraft!
Aber versuche bei allem was Dir diese Tage passiert, innerlich doch irgendwie Ruhe zu bewahren! Glaube mir, es geht weiter und Du wirst merken, daß Dein Leben weitergeht und vielleicht ja auch gar nicht sooooo schlecht, wie Du es Dir derzeit zwangsläufig ausmalst.

Du kannst mir glauben, ich habe einiges durch - habe nicht nur die MS, sondern habe durch eine andere Diagnose auch letztes Jahr meinen Mann verloren! Aber es geht immer weiter..... - und gar nicht immer so schlecht wie man es sich in der ersten Panik ausmalt!

Ich wünsche Dir wirklich das aller, aller Beste!!!!!!!!!

Es würde mich freuen wieder von Dir zu hören, wie es Dir geht!!!!!!

Sei ganz besonders herzlich und lieb gegrüßt
Judy


Re: Nystagmus = Tumor oder MS?
geschrieben von: pims (IP gespeichert)
Datum: 24. Mai 2006 14:51

Hallo Judy,

vielen vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort.

Es tut mir gut, dass du meine Geschichte nachempfinden kannst und ernst nimmst. Im Gegensatz zu Dir haben meine Symptome ja außer Nystagmus, mit dem es sich nach allem was ich hier im Forum gelesen habe einigermaßen gut leben lässt, noch keinen Namen und ich habe noch eine gute Woche (MRT) Grund zu hoffen, dass mir deine Diagnose MS und auch die eines Tumors im Kopf erspart bleibt.

Übrigens komme ich aus dem Großraum Frankfurt und bin 38.
Wo wohnst Du und wie alt bist Du bzw. warst Du bei der Diagnose der MS.


An Dich und an alle anderen

Zum Nystagmus: Ist es vielleicht möglich, dass es sich bei mir auch um einen angeborenen Nystagmus handelt, der bisher nur nicht erkannt wurde? Ich muss dazu schreiben, dass ich schon als Kind an beiden Augen Schieloperationen hatte, da wäre es ja vermutlich aufgefallen oder ist es vielleicht eine Folgeerscheinung davon?
Die Diagnose scheint ja mit bloßem Auge nicht möglich zu sein, beide Ärzte haben bei mir einen Test mit der Frenzen(?)Brille gemacht.
Ihr merkt worauf ich hinaus will - vielleicht hat mein Schwindel ja ganz andere Ursachen.

Ich habe hier im Forum in einem Beitrag gelesen, dass auch Schäden an der Wirbelsäule einen Nystagmus auslösen können. Da ich seit Jahren unter degenerativen Veränderungen an der HWS leide, wäre das ja auch eine Möglichkeit für Nystagmus und Schwindel. Weiß jemand was näheres darüber?

Liebe Grüsse

Petra

Re: Nystagmus = Tumor oder MS?
geschrieben von: Judy (IP gespeichert)
Datum: 24. Mai 2006 16:48

Hallo Petra,

habe mich gefreut wieder von Dir zu hören!

Also ich bin jetzt 35 Jahre jung und zum Zeitpunkt der Diagnose meiner MS war ich 31 - in 2003!

Ich wohne in der Nähe von Gießen - also gar nicht so weit von Frankfurt weg. Meine MRT-Untersuchungen waren alle in Frankfurt bei Prof. Zanella - weiß nicht ob Dir das was sagt. Dort waren in 2002 wohl die Geräte ganz neu und besonders hochauflösend - dennoch fand man im September und November 2002 noch nicht einen Entzündungsherd!

Also mein angeborener Nystagmus war unübersehbar! Es gibt natürlich verschiedene Formen.
Wie viele Schieloperationen hattest Du denn als Kind und wo wurden diese denn durchgeführt?
Also gewöhnlich wird der Nystagmus latens (eine angeborene Form, die nicht selten mit dem kindlichen Schielen auftritt) mit zunehmendem Alter eher ruhiger und gerade diese Form macht eigentlich keine Übelkeit und auch keinen Schwindel!!!

Klar, könnte Dein Schwindel auch andere Ursachen haben. Ich habe angelbich auch einen heftigen Bandscheibenvorfall in der HWS, der mir persönlich aber kaum Probleme macht.

Ich habe meinen Schwindel und die Übelkeit (muß mich ohne Medikamente mehrfach am Tag übergeben) seit 1994 - damals habe ich gerade mein Studium abgeschlossen und weil ich mich total unter Druck gestezt hatte (wollte unbedingt jüngste deutsche Dipl.-Ing. werden, was mir auch mit einer sehr guten Note gelungen ist) dachte ich selbst, der Schwindel und die Übelkeit wären Folge der Überanstrengung - also letztlich psychosomatisch bedingt.
Mh, ich gönnte mir dann eine Auszeit von 2 Monaten - aber nichts wurde besser - im Gegenteil!
Dann suchte ich damals einen Augenarzt auf und der schickte mich zum Neurologen, der aber sicher meinte, mein Nystagmus sei rein augenbedingt. Okay, dann schickte mich mein Augenarzt eben nach Göttingen in die Augenklinik zu Prof. Mühlendyck, wo ich dann im Januar 1995 eine weitere Operation hatte - es folgte Augenmuskel-OP auf Augenmuskel-OP - immer versuchte man den Nystagmus ruhiger zu bekommen! Alle Operationen verliefen vorbildlich, aber meine Übelkeit lies sich fast gar nicht davon beeinflussen. In gewissen extremen Blickrichtungen war meine Übelkeit weg und in diesen Blickrichtungen war immer auch mein Nystagmus ruhiger. Daher schien auch für mich jede Augenmuskeloperation sinnvoll und versprach durchaus Hoffnung!

Erst als ich im Sommer 2001 auch noch eine Trigeminusneuralgie bekam und dann mein Sehen auf beiden Augen auch extrem schlecht wurde, wurde man immer skeptischer, was wirklich dahinter steckt....!

Aber wie gesagt meine MS wurde erst in 2003 diagnostiziert und ich finde es wichtig, daß man eben neben einem MRT auch unbedingt eine Liquorunterscuhung durchführen läßt - hätte man das bei mir früher gemacht, wäre man wohl auch früher dahinter gekommen und dann könnte ich heute eben vermutlich noch besser sehen!
Aber "wäre" und "hätte" ist nicht und ich kann auch so heute damit leben.

Aber ich kann nur jedem raten, doch frühzeitig das mögliche Diagnostikspektrum auszunutzen!

Der Augenarzt, der Dich früher am Schielen opereiert hat, müßte eigentlich notiert habne, ob Du auch einen Nystagmus hattest und das würde ich unbedingt versuchen rauszufinden! Also ich würde in dieser Klinik oder Augenarztpraxis anrufen und um eine Kopie Deines OP-Berichtes bitten! Anhand der Voruntersuchungen müßtest Du eigentlich sehen können ob ein Nystagmus vorhanden war oder nicht. Weißt Du zufällig welche Operationen bei Dir an welchen Muskeln durchgeführt wurden?

Also grundsätzlich ist es meines Wissens nach unüblich, daß ein von Kindheit bestehender Nystagmus plötzlich eine Übelkeit oder einen Schwindel macht - den Zahn muß ich Dir leider ziehen!!!!!

Erworbene Nystagmusformen gehen allerdings schon überzufällig häufig mit Übelkeit und Schwindel einher - aber auch nicht immer!

Hast du einen Bericht von dem HNO-Arzt? Steht da zufällig etwas drin wie Dein Nystagmus schlägt - horizontal oder vertikal, hochfrequent oder irgend so etwas ähnliches?

Ich halte es für relativ ausgeschlossen, daß Dein Nystagmus eine Folgeerscheinung Deiner Schieloperationen ist! So etwas ist mir vom kindlichen Schielen unbekannt!

Seit wann hast Du diesen Schwindel und wann tritt er bevorzugt auf?

Ist es Dir auch morgens früh schon schwindelig?
Nehmen die Beschwerden im Tagesverlauf eher zu oder eher ab?
Kannst Du Situationen beschreiben, wo Dir besonders über oder schwindelig wird?

Also meine Übelkeit hängt eindeutig damit zusammen, wie ich fixiere! Wenn ich z.B. lese wird es mir viel schneller übel, als wenn ich einfach in den Tag träume! Morgens ist es mir niemals übel - also ich kann meine Übelkeit in den Griff bekommen wenn ich beide Augen schließe!
Mein Schwindel wiederum hat eine andere Ursache und dieser ist z.B. bewegungsabhängig, d.h. Schifffahren ist total gräßlich geworden, während ich früher problemlos Karusell fahren konnte! Wenn ich quer zur Fahrtrichtung sitze, wird es mir auch extrem schnell schwindelig - ich habe dann das Gefühl, daß Windstärke 14 in meinem Kopf vorherrscht und alles bewegt sich - ich gehe wie auf Watte oder Wolken! Dieser Schwindel kommt bei mir sicher vom Gleichgewichtssinn - während die Übelkeit eindeutig von dem fixationsnystagmus der Augen kommt.

Weil ich weiß was welche Ursache hat, kann ich in meinem Alltag entsprechend damit umgehen - ganz vermeiden lassen sich die Beschwerden natürlich nicht. Die Übelkeit hae ich medikamentös recht gut im Griff.

Aber für Dich ist es wichtig, daß Du erst mal die Ursache rausbekommst und dafür finde ich es wichtig, daß Du einfach mal notierst, was Du gerade gemacht hast, wenn es Dir besonders schwindelig ist. Ist es täglich?
Wie geht es Dir beim Autofahren?
Ist es ein Unterschied ob Du selbst fährst - wird es Dir dann bes. schwindelig? Was geschieht wenn Du die gleicht Strecke mit jemandem mitfährst - vielleicht sogar mal mit offenen und mit geschlossenen Augen?
Kommt der Schwindel beim Lesen?
Was passiert wenn Du die Augen schließt wenn Dir gerade besonders schwindelig ist?

So, nun habe ich Dir aber Fragen über Fragen mitgeteilt - ich hoffe es ist nicht zu viel!

Du darfst auch gerne alles fragen was Dich beschäftigt und bewegt. Ich kann sicher nicht alles beantworten, aber was ich weiß will ich sehr gerne schreiben und ich habe in jedem Fall zu jeder Zeit ein offenes Ohr für alles was Dich bewegt!

Hast Du Familie? Was machst Du beruflich?

Ich wünsche Dir alles, alles Gute und weiterhin ganz viel Kraft und Zuversicht!!!

Liebe Grüße
Judy

P.S.: Ich kann Dich dahingehend vielleicht auch noch ein wenig beruhigen, daß ein Nystagmus und eine Schwindelproblematik zwar durchaus im Rahmen einer MS auftreten kann, aber es ist nicht die Syptomatik Nr. 1!!!! Aber ich würde eine MS in jedem Fall ganz sicher ausschließen lassen!!!!!!!!!


Re: Nystagmus = Tumor oder MS?
geschrieben von: Judy (IP gespeichert)
Datum: 25. Mai 2006 17:26

Hallo Petra,

wollte nur mal kurz nachfragen wie es Dir heute geht?

Ich wünsche Dir einen schönen und guten Tag!
Liebe Grüße
Judy

Re: Nystagmus = Tumor oder MS?
geschrieben von: pims (IP gespeichert)
Datum: 25. Mai 2006 18:28

Hallo Judy,

danke der Nachfrage. Heute habe ich leider einen ziemlichen "Karusseltag" erwischt. Gut, dass Feiertag ist und mein Mann sich um unsere Kinder (8 und 4) kümmern kann.

Nach Deiner Nachricht von gestern musste ich erst mal in mich hören um Dir einige Deiner Fragen beantworten zu können, deshalb antworte ich erst heute.

Also, wenn ich morgens aufwache, ist der Schwindel völlig weg, wenn ich dann auf dem Weg ins Bad bin, fängt er dann an. Manchmal nur ganz sacht, heute mal wieder ziemlich intensiv.
Leider habe ich die Intensität des Schwindels noch an keiner konkreten Situation im Alltag festmachen können. Wenn mir besonders schwindelig ist, so wie heute, dann fahre ich eben nicht Auto, ansonsten habe ich aber auch noch nicht erlebt, dass Autofahren den Schwindel in irgendeiner Form beeinflusst.

Wie Du schreibst, ist es bei Dir so, dass du den Schwindel mit geschlossenen Augen ausschalten kannst (habe ich zumindest so verstanden) - das geht bei mir nicht! - spricht vielleicht dafür, dass der Schwindel nichts mit dem Nystagmus zu tun hat und dieser vielleicht doch latent ist?!?

Zur Zeit bin ich "nur" Hausfrau und Mutter, so dass ich zumindest im Job keine Schwierigkeiten mit und um den Schwindel habe. Wie ist das bei Dir?

Viele liebe Grüsse und auch Dir noch einen schönen Feiertag!

Petra

Re: Nystagmus = Tumor oder MS?
geschrieben von: Judy (IP gespeichert)
Datum: 27. Mai 2006 10:02

Hallo liebe Petra,

danke für Deine Nachricht. Ich war gestern geschäftlich in Nürnberg und komme daher erst heute zum Antworten.

Mh, also daß Dein Schwindel morgens beim Aufstehen und nachts nie auftritt und dann kommt, wenn Du Dich z.B. in Bewegung setzt spricht schon meiner Meinung nach eher dafür, daß er mit dem Nystagmus zusammenhängen kann!
Allerdings ist ja auch noch die Frage offen welches die Ursache für den Nystagmus ist?????
Mh, ob Dein Schwindel nun einsetzt wenn Du z.B. ins Bad gehst, weil Du von den Augen her fixierst oder ob die Ursache eher vom Gleichgewichtssinn kommt, weiß ich nicht.

Aber wenn er von der HWS kommen würde, dann könnte ich mir vorstellen, daß der Schwindel bevorzugt kommt, wenn Du eine gewisse Haltung einnimmst und gerade das ist ja doch eher nachts der Fall (beim Liegen) oder eben eim Sitzen am PC etc.!

Also ich würde niemals sagen, daß Du "nur" Hausfrau bist. Ich finde es eine sehr große und wichtige Herausforderung, daß Du Dich um die beiden Kinder kümmserst und ein Haushalt für 4 Leute bringt auch mehr als genug Arbeit mit sich, oder? Also ich finde es sehr positiv, daß Du dieser wichtigen Aufgabe versuchst gerecht zu werden.

Ich habe keine Kinder - war ja 10 Jahr sehr glücklich verheiratet - habe allerdings letztes Jahr meinen Mann verloren. Ich arbeite sehr gerne - für meine gesundheitliche Situation allerdings wohl auch viel zu viel. Aber es hilft mir und es macht mir sehr viel Freude!

Ich wünsche Dir und Euch heute einen sehr, sehr guten Tag - mit hoffentlich wenig Schwindel!!!!!!!!!
Alles Liebe und Gute für Dich
Judy

Re: Nystagmus = Tumor oder MS?
geschrieben von: Pims (IP gespeichert)
Datum: 27. Mai 2006 13:52

Hallo Judy,

habe neue Erkenntnisse. Auf Deinen Rat hin habe ich versucht, an einen OP-Bericht für meine Schiel-OP's zu kommen. Habe am Donnerstag mit der Uni Gießen Kontakt aufgenommen und die haben mir, was ich ganz klasse finde, schon gestern den Eintrag aus dem OP-Buch aus dem Jahr 1974 zugemailt. Da sie eine Aufbewahrungsfrist von 30 Jahren haben, ist die Akte leider schon vernichtet worden. Eintrag im OP-Buch liest sich aber so:

OP-Nummer 710 (12.11.1974)
Diagnose: Nystagmus-Block Winkel +10° korrig.
Eingriff: Linkes Auge Int. Rück. 3,5 mit Faden bei 15,0
OP-Nummer 735 (26.11.1974)
Diagnose: Nystagmus-Block Restwinkel ca +6°
Eingriff: Rechtes Auge Int. Rück. gut 2,0 mm mit Faden bei 15,0

Wenn ich das richtig verstehe, habe ich den Nystagmus schon seit ich Kind war - daher kommt der Schwindel dann ja wohl eher nicht. Das lässt mich in Bezug auf einen möglichen Tumor oder MS doch wieder hoffen und mich vermuten, dass der Schwinel von der HWS kommt. Na ja, genaueres weiß ich ja dann am Donnerstag.


Das "nur" in Bezug auf mein Leben als Hausfrau habe ich deshalb in "" gesetzt, weil ich schon finde, dass das schon ein anspruschvoller "Job" ist. In unserer Gesellschaft wirst du als "Nur"-Hausfrau aber ja eher nicht ernst genommen und schon ganz gerne mal als faule Socke abgetan. Ich habe, als mein Sohn drei wurde, 3 Monate wieder in meinem Job als Angestellte im öffentlichen Dienst gearbeitet und ich muss sagen es war schon hart!
Unsere beiden Omas haben dann ausgerechnt in diesen 3 Monaten beide ihre Männer verloren. Das hat unser Leben so durcheinander gebracht - da war an arbeiten gehen nicht mehr zu denken - es musst soviel erledigt werden!
Als Angestellte im öffentlichen Dienst hast du ja Gott sei dank die Möglichkeit, dich ohne Bezüge beurlauben zu lassen. Das habe ich für zwei Jahre getan und werde dann voraussichtlich im nächsten Jahr wieder zu arbeiten anfangen.

Wünsche Dir ein schönes Wochenende.

Alles Gute

die inzwischen schon wieder ziemlich zuversichtliche Petra

Re: Nystagmus = Tumor oder MS?
geschrieben von: Judy (IP gespeichert)
Datum: 27. Mai 2006 17:44

Hallo liebe Petra,

ja, also ich würde auch auf jeden Fall sagen, daß Du schon in der Kindheit einen Nystagmus hattest und dieser macht gewöhnlich keinen Schwindel!
Natürlich könnte es sein, daß Du auch Läuse und Flöhe hast - habe ich ja auch und es hätte sich dem schon lange besehenden Nystagmus eine neue Komponente überlagert....! Aber ob das wirklich so ist - ich habe da nun natürlich auch so meine Zweifel.

Hast du bei Deiner MRT-Untersuchung Schädel und HWS angegeben und vormerken lassen? Wäre sicher vorteilhaft, wenn beides untersucht wird.

Also dann wünsche ich Euch Gießener noch ein schönes Wochenende und grüße Euch - vermutlich ganz aus der Nähe!

Witzig, ich wurde in den 70´er Jahren auch mehrfach in der Augenklinik an den Augenmuskeln operiert. Du warst lediglich etwas früher dran als ich....! Bist Du auch in Gießen aufgewachsen - ich nicht ganz - aber auch nur 50 km entfernt von hier. Bin erst nach Gießen in die Stadt gezogen, seit ich in 2003 nicht mehr viel sehen kann, daher auf Stadtnähe angewiesen bin.

Ich finde es total gut, daß Du von der Arbeit zu Hause bleibst um die Kinder zu versorgen - ich finde das klasse und total wichtig!! Wie gesagt, hätte ich mich für Kinder entschieden, ich hätte auch auf jeden Fall so gehandelt!!!!!!

Alles Gute und liebe Grüße
Judy

Re: Nystagmus = Tumor oder MS?
geschrieben von: Judy (IP gespeichert)
Datum: 30. Mai 2006 22:55

Hallo liebe Petra,

ich muß einige Tage nach München zu einigen Terminen und wollte Dir vorher gerne noch alles Gute für Deine MRT-Untersuchung am Donnerstag wünschen. Kannst Dich ja nachher mal melden, wie das Ergebnis ausgefallen ist.

Alles Liebe und Gute
Judy

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