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Ähnlich wie im Thread "Stieftochter 6J zu uns holen weil bei Mutter vernachlässigt"
geschrieben von: Fam.Fam (IP gespeichert)
Datum: 29. März 2010 19:55

Guten Tag,

bevor ich mit meinem oder vielmehr meinen Problemen, die sowohl rechtliche als auch psycologische Hintergründe haben, beginne, möchte ich das diese nur Auszugsweise veröffentlicht werden da sie doch mehr meiner Person betreffen wobei ich etwas weiter in der Vergangenheit
ausholen muss damit diese auch verstanden werden können.

Zu meiner Person, ich bin 20 Jahre Jung weiblich und Verheiratet. Habe mit meinem Ehemann (er ist 45J) einen 8 Monate jungen Sohn sowie eine Tochter (aus früherer Beziehung) die jetzt 3 1/2 Jahre ist.

In meinem Elternhaus wurde ich von meinem Stiefvater (der regelmäßig Drogen nahm) ab meinem 6. Lebensjahr über Jahre hinweg sexuell missbraucht. Meine Mutter war (oder ist immer noch) Alkoholikerin.
Als meine Tochter geboren wurde war ich gerade mal 16 Jahre alt, vor dieser Zeit hatte ich sehr viele Probleme, teilweise mit einnahme von Koks oder eben sehr viel Alkohol. Während der Schwangerschaft aber, ich lebte bei meiner Mutter, nahm ich weder Drogen noch Alkohol, auch rauchte ich nicht.
Doch der Friede währte nicht lang denn ich zog mit meinem Kind in ein betreutes Wohnen.
Nach 3 Monaten aber stellte ich fest das ich mit dieser Situation absolut überfordert war denn ich wollte Party machen und meine Freizeit wieder haben, auch war das Geld dauernd alle.
Von meiner Freundin die unter mir wohnte kam ich dann doch zu etwas mehr Geld in dem ich mit einigen ihrer Kunden Sex hatte.
Tja kurze Rede, meine Tochter wurde mir vom Jugendamt abgesprochen und meine Mutter bekam das Sorge- sowie das Aufenthaltsbstimmungsrecht zugesprochen damit sie in der Familie bleibt.
Ich hingegen lebte mein Leben mit noch mehr Koks und Partys die aber auch finanziert werden mussten -eben mit dem Strich.
Kontakt hatte ich zu dieser Zeit mit meiner Tochter sowie meiner Mutter nur sehr wenig. Ebenso ritzte ich mich wenn ich in einer Stresssituation war (seit meinem 12. Lebensjahr).

Meinen Mann lernte ich im Juli 2008 kennen, ich verliebte mich in ihm und er sich in mich. Ich spürte das ich von allem weg wollte, das ich das Leben das ich hatte nicht mehr wolle sondern endlich meiner selbstwillen geliebt werde.
Er gab mir all dieses, doch noch war ich nicht mit den Drogen fertig, es war nicht leicht doch mein Mann schaffte das fast Unmögliche wozu meine Mutter, meine Familie und mein damaliger Freund nicht im Stande waren. Ich wurde solide.
Es war für ihn nicht leicht mit mir auszukommen, doch er ließ mich niemals im stich oder gar fallen, so kam es das wir im November ´08 heirateten und ich schwanger wurde.
Während dieser Monate lernte mein Mann auch meine Mutter, den Rest der Familie und meine Tochter kennen.
Auch hatte ich wieder regelmäßigen Kontak durch ihn zu meiner Tochter, die sogar alle 14 Tage bei uns übers Wochenende bleiben durfte.
Tja die Monate vergingen, aber auch baute sich eine schlechte Stimmung innerhalb meiner Familie zu meinem Mann auf, weil sie sahen das er mit mir sowie meiner Tochter bestens klar kam.

Ich wollte meine Tochter wieder haben doch leider habe ich mir durch meine Vergangenheit sehr viele Steine in den Weg gelegt die natürlich beim Jugendamt schriftlich fest gehalten wurden.
Es kam immer öfter zu Störungen von meiner Mutter die mir meine Tochter nicht mehr gab und mir dauernd meine Vergangenheit vorhielt, weil wir feststellten das meine Tochter dauernd Krank ist, sie nicht immer gut bei schlechtem Wetter angezogen war oder eben was sehr oft der fall war, das sie ständig vorm Tv gesetzt wurde und sie mit Chips und Süssem abseviert wurde. Die kleine merkte sich sowas natürlich und bei der kleinsten Kleinigkeit wenn sie etwas nicht bekam schrie sie wie eine Furie bis man nachgab. All diese Dinge warfen wir meiner Mutter vor, nicht nur ihr ... denn in ihrem Haushalt lebte ja auch noch mein etwas älterer Bruder mit seiner Freundin die sich ihrer annahmnen wenn meine Mutter arbeiten war und keine Zeit für sie fand, leider war dies -und es ist heute noch so- sehr sehr oft der Fall. Meine Bruder und seine Freundin sind beide in einer schulischen Ausbildung zum Kinderpfleger und Kindererzieherin, doch beide sind dermaßen überfordert das sie meine Tochter eben mit dem beschriebenen ebenso behandeln wie meine Mutter.

Mittlerweile haben wir einen Anwalt zu einem Krisengespräch im Jugendamt geladen, dort wurde unter anderem erläutert:

- das wir meine Tochter bei uns haben wollen für immer
- das ich seit knapp 2 Jahren keine Drogen mehr nehme, das sich mein Leben seitdem ich mein Mann kenne grundlegend ver- sowie geändert hat, was auch schriftlich vor, während und nach der Schwangeschaft meines Sohnes durch Drogenscreaning festgehalten würde.
- das ich seither auch nicht mehr ritze
- eine ganz normale Mutter sowie Frau wurde

Das Ergebnis was sich daraufhin einstellte war, das ich meine Tochter mal wieder nicht zu Gesicht bekam und wir wiedermal das Jugendamt damit konfrontieren mußten das diese veranlassten das sich meine Mutter an die Vereinbarungen halten müsste.
Mittlerweile, meine Tochter ist jetzt seit letztem Freitag bei uns und wird bis kommenden Mittwoch bei uns bleiben, doch was wir nicht alles erleben durften mit meiner/unserer (sie sagt ja immerhin schon seit über einem Jahr Papa zu meinem Mann) Tochter, das geht ganz schön an die Nerven.

Das sie morgens schon gegen 6 Uhr in der Früh Alarm macht zum Aufstehen geht ja noch, doch das gleich nachdem der Fernseher angemacht werden soll, geht garnicht, ebenso nicht das sie einen dermaßenen Aufstand mit geschrei, geweine und mit Gegenständen werfen tut.
Wir werden beschimpft mit "Geh weg", "Lass mich in Ruhe", "ich will zu meiner Oma", "ich hau dich", "blöde Kuh", "ich hasse dich".

Wenn irgend etwas nicht sofort getan oder gemacht wird geschehen eben diese Verhaltensweisen, das geht sogar soweit, dass sie fast einen Zusammenbruch erleidet, auch wenn ihr kleiner Bruder der natürlich durch dieses Geschrei von ihr wach wird von uns versorgt wird, dann hat sie ein so heftiges verlangen nach aufmerksamkeit, dabei ist sie die um die wir uns am meisten kümmern aber nicht so wie sie es wohl gern hätte mit dem Nachgeben, denn das widerstrebt uns ihr alles zu geben damit sie ja nicht schreit.

Wir versuchen mit ihr zu reden das es falsch ist was sie tut und will, das sie nicht einfach ihr Spielzeug herum werfen kann, denn sie könnte unter anderem ihren Bruder treffen oder sonstige Einrichtungsgegenstände.
Uns erscheint sie dermaßen Böse, wir wissen einfach nicht weiter, obwohl wir sie gern bei uns hätten.

Unsere vermutung liegt darin das sie von der bisherigen Erziehung falsch erzogen wurde und sie vielleicht sogar zu einem Kinderpsychologen muss. Das Jugendamt und das Pflegschaftsamt sind aber
gegen uns und sehen die wirklichen Verhältnisse bei dem Zuhause meiner Tochter nicht.

Was können wir noch tun?



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