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Verlust- und Trennungsängste
geschrieben von: merula (IP gespeichert)
Datum: 02. März 2009 14:44

Guten Tag zusammen!

Unsere Tochter ist 10 Jahre alt und leidet an Verlust- bzw. Trennungsängsten. Dabei ist es egal, ob ich nur kurz für 10 Minuten weg bin (zB. zum Brötchenkaufen) oder ob sie morgens in die Schule gehen soll. Für sie heißt "mich nicht sehen", dass es mich nicht mehr gibt und dass ich nicht mehr wieder nach Hause komme oder dass mir etwas passieren könnte. Sie geht nicht zu Freundinnen zum Spielen, sie schläft auch nicht woanders. Oft kommt sie nachts in unser Schlafzimmer und schläft hier auf einer extra für sie vor dem Bett liegenden Matratze.

Wir bringen es damit in Verbindung, dass ich, als unsere Tochter 2 Jahre alt war, für 6 Wochen in einem Sanatorium war. Damals hat sie bestimmt noch nicht verstanden, wo ich bin und warum ich nicht nach Hause komme. Zusätzlich hatte mein Mann letztes Jahr im Ausland einen Unfall und kam erst 14 Tage später nach Hause, war die ersten Tage nicht in der Lage zu telefonieren.

Dann kam die Klassenfahrt des 4. Schuljahres. Ich nahm Rücksprache mit einer Kindertherapeutin, die meinte, dass es gut sei, das aufgebaute Schema von "Irgendwohingehen-weinen-abholen" durchbrochen werden müsste. In Absprache mit der Klassenlehrerin fuhr unsere Tochter mit. Jeden Abend war das Weinen, um abgeholt zu werden, groß, aber nach 1 Stunde beruhigte sie sich immer. Daher ließen wir sie die 3 Übernachtungen durchhalten, allerdings immer im Gespräch mit der Lehrerin, die uns beruhigte, dass das Weinen nie mehr als 1 Stunde dauert. Tagsüber hatte sie sogar Spaß an der Reise.

Nun meine Frage: wie können wir ihr helfen? Ihr Kopf versteht, dass wir immer wieder kommen, aber das kleine Seelchen begreift das nicht. So ist die Angst bei jedem Abschied da. Zur Hilfe hat sie ein Handy dabei, damit sie mich immer erreichen kann.

Kennt jemand in Leverkusen, Bergisch Gladbach oder Umgebung einen guten Kinderpsychologen oder hat Ratschläge, wie wir ihr helfen können? Angstlösende Medikamente sind mir bekannt, aber ich möchte darauf verzichten, so lange es möglich ist. Sie lösen nicht das Problem, sondern nur die Symptome.

Danke fürs Lesen- ich freue mich über gute Tipps!
Merula




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