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Schüchtern und Stur
geschrieben von: PetraM (IP gespeichert)
Datum: 19. Oktober 2005 17:27

Hallo Ihr alle,
ich möchte meinem Sohn (fast 6 Jahre) gerne helfen, nur wie?
Wir sind eine "intakte" normale Familie. Und unser Problemkind hat noch einen 2 Jahre älteren Bruder. Dieser ist sehr offen und ohne irgendwelche Auffälligkeiten. Unser Kleiner aber macht mir manchmal Sorgen. Er hat Freunde und ist beliebt, will aber partout im Kindergarten nicht Guten Morgen sagen oder mit einer Erzieherin ein Wort wechseln. Er dreht dann den Kopf weg oder zieht eine Grimasse. Bis mittags ist er dann "aufgetaut". Oft redet er sehr leise, schämt sich für Dinge wo es nichts zu schämen gibt und kaut seit Neustem an den Fingernägeln. Zuhause dreht er auf, ist frech , oft auch trotzig. Oft aber auch nett und hilfsbereit. Zu erwachsenen Freunden/Freundinnen von mir, die er jahrelang kennt, möchte er nichts sagen. Nächstes Jahr soll er in die Schule. Wie kann ich ihn unterstützen, daß er einfach offener und selbstbewusster wird. Auch diese Sturheit , daß man ihn mit Trick 17 um 7 Ecken locken muß, um ihn von irgendwas zu überzeugen raubt mir manchmal den Nerv. Wer kennt solches Verhalten und gibt mir Ratschläge? Eine Bekannt meinte, soetwas gibt es auch als Krankeitsbild, und ein Kinderpsychologe könnte helfen. Aber muß das immer gleich soweit gehen? Danke für eure Antworten.
Petra

Re: Schüchtern und Stur
geschrieben von: lisa (IP gespeichert)
Datum: 25. Oktober 2006 22:08

mir geht es ganz genau so.Nur dass meine tochter erst 4 ein halb ist.Ich habe insgesamt 3 Kinder.Die Älteste ist 8 und der Jüngste 2 ein halb,und die sind beide sehr aufgeschlossen.Ich mache mir auch immer viele Gedanken um meine schüchterne Maus und frage mich auch oft,ob ich irgendetwas bei ihr falsch mache.Aber im Grunde denke ich,dass das sehr viel auch Veranlagung ist.Diese Übersensibilität zieht sich bei meiner Familie von Generation zu Generation wie ein roter Faden,und ich bin auch selbst mit in der Kette.Alle übrigen der Familie sind auch ganz anders.Ich denke das ist eine Last aber auch ein Segen.Man zieht sich eher zurück,weil man verletzlicher ist als andere,aber man kann dafür Dinge sehen die anderen verborgen sind.
Wenn ich an die Schule denke,dann sehe ich auch schon eine Herausforderung auf mich zukommen,weil sie auch sehr verträumt ist,aber das war ich auch und habe die Schule hinter mich gebracht und führe ein gutes Leben.
Ich bemühe mich jetzt einfach weiter geduldig zu sein und zuzuhören,wenns sein muss auch streng und konsequent,eigendlich genau wie bei meinen anderen Zweien und hoffe,dass sie ihren Weg gut meistert.



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