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Vater liegt im Sterben
geschrieben von: lennoxP (IP gespeichert)
Datum: 21. Februar 2008 07:26

Vor einem knappen Jahr wurde bei meinem ExMann Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. Leider schon so weit fortgeschritten, dass nichts mehr zu machen war. Meine Tochter hat ihn im Sommer das letzte Mal gesehen, als es ihm noch ziemlich gut ging und er auch noch schwimmen gehen konnte. Leider wohnt er halt auch weiter weg von uns, so dass man nicht einfach mal hätte hinfahren können. Leider hat sie auch nie einen richtigen Bezug zu ihm aufbauen können, da er sich nicht wirklich oft um sie gekümmert hat, als es ihm noch gut ging. Sie hat zwar immer mal wieder angerufen, weil auch von seiner seite nichts kam, um nachzufragen, wie es ihm geht. Sie verstand auch nicht, dass er nicht anrief, weil er ja zuhause auch reden konnte. Achja, ich muß dazu sagen, meine Tochter ist jetzt 14.
Gestern bekamen wir nun den Anruf, dass es wohl zum Ende zugeht. Also wenn sie ihn noch mal sehen wolle, könne man jetzt am Wochende kommen. Meine Tochter hat Angst, was ich auch verstehe. Sie will ihn auch so nicht sehen, will ihn lieber so in Erinnerung behalten, wie er im Sommer war. Ich befürchte aber, dass sie sich irgendwann vorwürfe machen wird. Ich möchte meiner Tochter gerne helfen und weiß leider nicht, was ich ihr raten soll. Einerseits fände ich es gut, wenn sie ihn so ihn Erinnerung behält, wie er war und nicht wie er jetzt ist, möchte aber auch nicht, dass sie sich irgendwann vorwürfe macht.


Re: Vater liegt im Sterben
geschrieben von: MIL (IP gespeichert)
Datum: 26. Februar 2008 19:43

Nun, deine Tochter hat Angst. Das Kind kann mit 14 Jahren genau wissen, was er möchte oder nicht. Frag sie mal, ob sie ihn gerne sehen würde. Wenn ja, kannst du mit ihr reden und deine Unterstützung anbieten. Möchte sie ihn nicht sehen, so zwing sie nicht dazu. Sie kann es bereuen, dass sie ihn doch gesehen hat. Vielleicht kann sie, ohne ihn zu besuchen, die Situation mit seinem zukünftigen Tod besser klar kommen.

Gruß, Igor



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