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Kind zur Mutter, oder zum Vater?
geschrieben von: M. Steinhausen (IP gespeichert)
Datum: 15. Juni 2006 12:13

Hallo zusammen!

Es ist mein erster Besuch in diesem Forum. Und leider unterliege in einer zeitlichen Dringlichkeit, was mein Problem betrifft.

Folgender Sachverhalt:

Nach dem Scheitern meiner Ehe vor nunmher 6 Jahren, zog meine damalige Frau mit meiner Tochter zu einem neuen Mann, der auch den Trennungsgrund darstellte. Die Entfernung betrug über 200 km. Die aus der Scheiung resultierenden, finanziellen Probleme machten es schwierig, dass ich meine Tochter mehr als nur sporadisch sah. Wir telefonierten zwar mehrfach wöchtentlich, aber der Kontakt war deutlich eingeschränkt. Nicht aber das Verhältnis zwischen uns. Später, als die finanziellen Situation sich allmählich normaliserte, kam meine Tochter in die Schule, sodass aus diesem Grund der Kontakt nicht häufiger wurde.
Die Beziehung zwischen meiner Ex- Frau und ihrem neuen Lebensgefährten, aus der ein weiteres Kind hervorging, scheiterte. Es folgten ihrer Schilderung nach starke Streitereien, die eine behandlungswürdige, psychische Erkrankung meine Ex- Frau nach sich zog. Ich vermute, dass diese Auseinandersetzungen über Jahre nicht spurlos an meiner Tochter vorbei gegangen sind. Meine Ex- Frau bestätigte dies sogar.
Vor wenigen Monaten zog sie zurück. Der Kontakt zu meiner Tochter wuchs. Meine Tochter schilderte mehrfach, dass sie froh sei, wieder in unser Stadt zu sein, und auch ihre Großeltern wieder regelmäßig sehen zu können. Auch mit meiner Lebensgefährtin versteht sie sich gut.

Vor wenigen Monaten ging gmeine Ex- Frau in eine neue Beziehung. Schon nicht ganz 4 Monate später, eröffnete sie mir wenige Tage vor diesen Zeilen hier, dass sie mit diesem Mann zu sammen ziehen möchte. Und zwar in knapp 4 Wochen! Diesmal geht es nach Bayern, über 600 km. Meine Tochter soll mit. Meine Tochter hat mehrfach geäußert, bei mir bleiben zu wollen. Zuletzt am Abend des 15.06.2006. Trotzdem zeigt sich meine Ex- Frau uneinsichtig. Sie hatte im Beisein meinter Tochter zugestimmt, um tags darauf ihre Meinung wieder zu ändern. Ich befürchte einfach, dass diese ständigen Umzüge und Beziehungswechsel, und das Herausreißen aus dem jetzigen Umfeld, meiner Tochter schaden.

Wir haben beide das gemeinsame Sorgenrecht und das Aufenthaltsbestimmungsrecht.

Meine Tochter hat hier bei mir alles, was ihr Halt gibt. Also eine intakte Familie, Großeltern usw.

Ich bin in der Lage, dem Kind auch finanziell alles bieten zu können und kann die Betreuung jederzeit gewährleisten.

Ich unterstütze meine Tochter darin, den Kontakt zu ihrer Mutter auf jeder erdenklichen Weise aufrecht zu halten.

Ihr Bruder lebt bei seinem Vater. Auch hier könnte ich gewährleisten, dass der Kontakt auch persönlich aufrecht erhalten bleibt.

Meine Ex- Frau verfügt über keine Berufsausbildung und ich befürchte, dass sie sich so wiederholt in eine gewisse, finanzielle Abhängigkeit begibt. Das bedeutet, dass bei einem erneutem Scheitern der Beziehung, Streitigkeiten usw, unvermeidlich sind und diese meiner Tochter endgültig einen irreparablen Knacks verpassen könnten.


Die Zeit drängt. Es wäre wirklich klasse, wenn ich dazu einige Meinungen bekäme.

Im Voraus vielen Dank!

Argumentativ hat sie mir nicht allzuviel entgegen zu setzten. Sei beteurt zwar, dass sie nur das Beste für meine Tochter möchte (ich glaube es ihr sgar), aber ich denke, sie gesteht sich nicht ein, dass ihre eigenen Wünsche vordergründig sind.



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