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Eileiterschwangerschaft
geschrieben von: cent419 (IP gespeichert)
Datum: 12. Oktober 2006 14:53

Hallo,
nachdem ich schon etwas länger als stiller Leser Eure Geschichten verfolgt habe, suche ich doch mal direkt den Kontakt zu anderen Betroffenen.
Ich bin 33 Jahre alt und habe eine zwei Jahre alte Tochter. Im Sommer diesen Jahres haben mein Mann und ich beschlossen, ein weiteres Kind zu bekommen. Und wie auch schon beim Mal davor, hat es quasi direkt geklappt. Ich hatte schon vor ausbleiben der Periode die entsprechendne Symptome und war überzeugt davon, schwanger zu sein. Der erste Test war dann aber zu meiner Überraschung negativ. Zwei Tage später ein weiterer Test war dann aber positiv und wir haben uns sehr gefreut. In unserer Euphorie haben wir es auch jedem erzählt. Beim FA habe ich mir dann einen Termin etwa 10 Tage später geben lassen, damit man auch auf alle Fälle etwas erkennen kann. Bei diesem Termin sah er dann auch eine Fruchthöhle in der Gebährmutter, die 5,4 mm groß war, was nach meinen eigenen Berechnungen etwas zu klein war. Er sagte, trotz Fruchhöhle gibt es halt noch Risiken wie Abgang oder Eileiterschwangerschaft und ich sollte, bedingt durch einen anstehenden Urlaub, eine Woche später wiederkommen. Bei diesem Termin dann hatte sich die Fruchhöle leider nicht vergrößert, sie war sogar zackig geworden, worauf der Arzt sagte, die Schwangerschaft sei nicht intakt und ich könnte mit einem Abgang rechnen. Zwei Tage später wollten wir wegfahren, wo er nicht wirklich Einwände gegen hatte. Aber er wies mich darauf hin, dass er trotz des Befundes eine Eileiterschwangerschaft nicht wirklich ausschließen könne. In der Nacht hatte ich dann ein verstärktes unangenehmes Gefühl im Bereich der rechten Eileiter (zumindest gedacht, bis dato hatte ich die noch nie gefühlt) und daher rief ich am nächsten Tag nochmal meinen Arzt an. Der streikte aber so dass ich einen Notdienst aufgesucht habe. Der konnte anhand des Ultraschalls gar keine Schwangerschaft mehr feststellen und hat mir Blut abgenommen. Er ist davon ausgegangen, dass die Schwangerschaft innerlich zerfallen ist. Dann müsste der Beta HCG Wert aber unter 1000 liegen. Zwei Stunden später hatte ich ihn am Apperat und er teilte mir mit der Wert liege bei 17000 und er müsste definitv was sehen und ich muss sofort ins Krankenhaus zur Beobachtung. Gesagt getan. Am nächsten Morgen wieder Ultraschall und dann sah man tatsächlich einen Embryo mit schlagendem Herzen (!!!) im rechten Eileiter. Eine halbe Stunde später wurde ich operiert und drei Tage später entlassen. Das ist jetzt knapp 3 Wochen her. Mir geht es körperlich und seelisch wirklich gut aber ich fiebere darauf hin, wieder schwanger zu werden. Falls ich wieder eine ES bekommen sollte würde ich glaube ich langsam zusammenbrechen. Meine letzte Schwangerschaft lief super aber in den letzten Wochen ging es bergab und man hat ziemlich lange um mein Leben gekämpft. Ich dachte, ich hätte bereits genug mitgemacht, aber wohl falsch gedacht.
Ich kann jedenfalls an nichts anderes denken, als wieder schwanger zu werden. Ich muss jetzt zwei Zyklen abwarten und dann kann es wieder los gehen. Geht es Euch ähnlich. Berichtet doch mal, wie es Euch so ergangen ist bzw. ergeht! Ich würde mich freuen.
Andrea

Re: Eileiterschwangerschaft
geschrieben von: feuerzauber (IP gespeichert)
Datum: 16. Oktober 2006 00:32

Hallo Cent,


es tut mir sehr Leid das Du auch diese Erfahrungen machen mußtest.

Meine ist jetzt genau 3 Monate her ,und wir versuchen es jetzt wieder :-)Ich hoffe das es jetzt endlich mal klappt!!
Ich kann Dir nur raten, das du deine schonzeit einhalten muß, damit die nächste keine fg wird.
Die zeit heilt alle Wunden.

Ich drücke Dir ganz fest die Daumen!!!!!!!


Lg feuerzauber

Re: Eileiterschwangerschaft
geschrieben von: Kays (IP gespeichert)
Datum: 18. Oktober 2006 23:00

hi andrea
ich kann gut verstehen wie du dich jetz fühlst...und es tut mir auch sehr leid für dich . nun erzähle ich dir mal meine geschichte.
ich bin 22 jahre alt. mein mann und ich sind jetz seit 5 jahren zusammen , wollten immer schon kinder haben. also beschlossen wir im dez. 05 die pille abzusetzen. von januar bis juli habe ich bestimmt 5 schwangerschaftstests gemacht...alle negativ. im august hatte ich dann gar nicht meine tage und wollte noch den sept. abwarten bevor ich wieder einen test mache. aber dann habe ich anfang septenber so um den 5 rum meine tage (aber nur sehr wenig und auch dunkler als sonst) doch bekommen und eines abends wärend meiner tage bekam ich plötzlich heftigste unterlaibsschmerzen, die aber am nächsten tag schon wieder vorbei waren. bin aber trotzdem lieber zum arzt, und der hat dann mit ultraschall meine gebärmutter untersucht und gemeint ich bin nicht schwanger, das müßten regelschmerzen sein. eine woche später kamen die schmerzen wieder. also ich wieder zum arzt . da ich aber auch beim stuhlgang schmerzen in den unterlaib bekamm und ich ihn meine vermutung das es villeicht etwas im darm ist erzählte, hat er mich gar nich mehr untersucht sondern einfach zu einen internisten überwiesen. aber zu diesen termin kam es nich mehr, weil mich mein mann auf mein drängen hin, ins krankenhaus fuhr. da stand dann sehr schnell fest das es eine eileiterschwangerschaft ist, und ich lag schon eine stunde nach dem befund im op. das war die reinste hölle für mich , ich wurde so überumpelt, in einer sekunde brach für mich eine ganze welt zusammen. sie meinten das sie so schnell handeln mussten weil ich schon in der 7ten woche war, und ich schon blut und wasser im bauch hatte.....leider konnten sie den linken eileiter nicht erhalten, der dazu auch schon leicht an der darmwand hing (deshalb auch meine vermutung vorher wegen darm und so)......ich habe so eine riesen wut auf meinen damaligen frauenarzt, der mich anscheinend nich für voll genommen hat und mich das 2te mal nichtmal mehr untersucht hat, obwohl er wusste das bei uns ein kinderwunsch vorhanden ist.....der erste gedanke der mir durch meinen kopf schoß als ich an diesen arzt denken musste war : DER MANN DER MICH AUF DIE WELT GEBRACHT HAT, DER HÄTTE MICH JETZT FAST INS GRAB GEBRACHT.
naja das ist jetz 4 wochen her und wir haben uns vorgenommen uns nicht in ein loch fallen zu lassen. das nächste mal wird es bestimmt klappen und alles gut werden...doch jetz muss ich erstmal noch bis dezember warten bis wir wieder dürfen.
meine erste schwangerschaft habe ich mir wirklich nicht so voregestellt und es ist auch etwas angst jetz dabei das es wieder passieren kann, aber wie ich sehe bin ich ja nich die einzige die da pech gehabt hat.
drücke jeden von euch fest die daumen das es beim nächsten mal besser klappt.
es tut richtig gut sich das alles mal von der seele zu schreiben

Re: Eileiterschwangerschaft
geschrieben von: cent419 (IP gespeichert)
Datum: 19. Oktober 2006 13:22

Liebe Kays,
also, erstmal wollte ich mich für Deine Antwort ganz herzlich bedanken. Was Dir widerfahren ist, hört sich echt schlimm an. Aber wegen dem fehlenden Eileiter mach Dir keine großen Sorgen. Mir hat eine Vertretungsärztin beim Fädenziehen gesagt (von Frau zu Frau) wenn sie so etwas hätte, würde sie sich immer den Eileiter rausnehmen lassen. Der andere Eileiter übernimmt die Funktionen des Fehlenden und man lebt nicht ständig mit der Angst, dass es wieder passiert. Also übe ab Dezember wieder und dann wird es bestimmt bald klappen. Denn das es klappt hast Du ja jetzt leider schmerzlich erfahren müssen. Deinem Frauenarzt würde ich aber nochmal die Meinung geigen. Aber ich kann nur sagen, meiner hat es ja auch nicht erkannt und hätte ich nicht auf mein Bauchgefühl gehört, wäre es mir im Zweifel ähnlich wie Dir ergangen oder schlimmer, da wir ja im Urlaub gewesen wären. Dafür hat er mir bei der Entbindung der letzten Schwangerschaft das Leben gerettet. Ich habe gesagt, wir sind jetzt quitt und bin bei ihm geblieben.
Es tut aber sehr gut, über das Thema mit Leidensgenossen zu sprechen. Mir geht es wirklich wieder gut und ein Außenstehender würde auch nicht mitbekommen, wie es in mir aussieht. Aber ich lächze förmlich danach mit anderen, die leider auch eine Eileiterschwangerschaft hatten, zu kommunizieren. Ein Glück gibt es das Internet. Wir werden übrigens wahrscheinlich schon ab dem nächsten Zyklus wieder üben. Mir geht es so prima dass ich keinen Grund fürs lange Warten sehe....! Ganz liebe Grüße erstmal
Andrea



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