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schwanger werden nach ESS
geschrieben von: sternchen1980 (IP gespeichert)
Datum: 25. Juni 2006 12:24

Hallo und schönen guten Tag...

Ich bin 25 Jahre alt und hatte vor 1,5 Jahren eine Eileiterschwangerschaft links.
Das war eine sehr üble Erfahrung! Es war meine allererste Schwangerschaft. In der 10. Woche wurde ich dann operiert, weil man vorher abwarten wollte, ob man evt. etwas in der Gebährmutter übersehen hatte. Der HCG stieg kontinuierlich an (bis zuletzt auf 12000. 3 Tage vor der Op gratulierte man mir, man habe endlich das Baby in der Gebährmutter entdeckt..ich sollte dennoch 2 Tage zur Beobachtung noch bleiben.Die Freude war riesig, ich konnte es kaum glauben...es schien alles gut zu werden! Nach den 2 Tagen Beobachtung machten die Ärzte nochmal einen Ultraschall zur Abschlussuntersuchung und stellten wieder eine leere Gebährmutter fest. Mit 3 Ärzten wurde nun Ultraschall gemacht und letzten Endes kamen Sie zu dem Entschluss den Bauch zu öffnen um nachzusehen. Tja, leider bestätigte sich während der OP der Verdacht. Eileiterschwangerschaft links- Bauchschnitt!
Dies nur zur Vorgeschichte.
Um dieses Erlebnis zu verarbeiten brauchte ich sehr lange.
Nun nach einem Jahr wollen mein Mann und ich den Schritt noch einmal wagen, da unser größter Wunsch ein eigenes Kind ist!
Im Februar ging ich zu meiner FA und berichtet von meinem Wunsch und Vorhaben. Sie empfiehl mir ein Zyklusmonotoring, also immer um den Eisprung herum einen Ultraschall zu machen, um zu schauen von welcher Seite der Eisprung zu erwarten sein wird. Ich muss sagen, das ist schon eine sehr nervenaufreibende Sache.
Im Februar war der Eisprung links und wir mussten warten.
Im März war der Eisprung wieder links und wir mussten wieder warten.
Jetzt im April war der Eisprung rechts und die Freude war riesig.
Ich war am 12. Zyklustag bei der FA und sie sagte, der Eisprung würde laut Befund erst in 2-3 Tagen stattfinden.
Nebenher verwende ich seit einem Jahr ca. den Persona Monitor.
Das Merkwürdige war diesen Monat, dass der Persona trotz strikter Testdurchführung kein Eisprungsymbol anzeigte.
Wir übten also am 13., 14., 15.,16., Tag. Leider kam erschwerend dazu, dass mein Mann ziemlich unter Erfolgsdruck stand, so dass es nicht jedes Mal funktionierte. Wir beide waren total deprimiert.
Ich berichtete meiner FÄ von dem Misserfolg und sie riet mir aber auf jeden Fall ab, es einfach monatlich zu versuchen. Ich sollte erst im übernächsten Zyklus wiederkommen, da sich die Eileiter mit dem Eisprung abwechseln würden.
Also, einen Zyklus wieder aufpassen. Dann ging ich wieder zum Monotoring. Super, ES rechts...ich freute mich!! Wir übten und am 27. Tag bekam ich wieder meine Regel...:-(
Ich gab der Ärztin wieder Bescheid (oder besser gesagt der Helferin), die mir dann sagte ich solle im übernächsten Zyklus wieder anrufen.
Ich habe diese Kontrolle jetzt schon so satt!!!
Vor allem war es diesen Zyklus so, dass ich jetzt am Freitag abend einen Mittelschmerz wieder auf der rechten Seite (gesunde Seite) spürte! Super...Praxis geschlossen, Wochenende...was mache ich nun??Meinen ES merke ich eigentlich immer auf welcher Seite er statt findet!Ich bin so durcheinander..Der ES kann ja auch mal 2x auf der gleichen Seite stattfinden...
Soll ichs einfach mal riskieren ohne die Kontrolle vorher? Wäre für unsere Psyche auf jeden Fall viel besser..
Ich würde gerne wissen, ob es Betroffene gibt, die auf dem "operierten" Eileiter nochmal "richtig" schwanger wurden! Ich weiß nicht, das ganze mit dem Eisprung feststellen lassen und dann ggf. paar Monate warten, da der ES auf der falschen Seite stattfindet und dann noch die psychische Erfolgserwartung...das belastet mich und meinen Mann ziemlich. Ich würde es sooo sehr gerne einfach auf mich zukommen lassen - so ganz ohne Druck und Überwachung. Habe das Gefühl so funktioniert das nicht! Bin bissl deprimiert darüber.


Wäre schön, wenn mir jemand nen Rat geben könnte...
Liebe Grüße

Re: schwanger werden nach ESS
geschrieben von: sunny2 (IP gespeichert)
Datum: 25. Juni 2006 19:25

Hi Sternchen,

da hast du ja einen ganz schönen Ritt hinter dir,aber schön, dass du es wieder versuchst. Dafür wünsche in dir alles Gute!

Ich kann dir nur sagen, dass es bei mir ganz genau so geklappt hat mit dem schwanger werden, und sogar beim ersten Versuch. (also mit dem Monitoring) Habe einen ziemlich langen Zyklus (ES um den 19.Tag, haben am 16., 17. und 19. Tag geübt, wenn ich mich richtig erinnern kann)
Ich hätte das nicht für möglich gehalten, dass es gleich klappt, aber vielleicht lag es daran, dass wir gerade aus dem Urlaub zurückkamen und die Sache nicht so ganz ernst genommen haben. Meine Ärtzin war auch ziemlich erstaunt, dass es gleich geklappt hat. Statistisch ist die wahrscheinlichkeit wohl bei 25%

Schade für dieses Mal, aber wenn du den ES schon spürst, wird es wohl wahrscheinlich schon zu spät sein. [:-(] Laut meiner Ärztin stehen die Chancen 2 Tage vor dem ES am besten, und sie riet und auch nicht öfter als ale 2 Tage zu üben, da sich sonst die Spermamenge
reduziert. Aber ich denke zu viele Regeln helfen wahrscheinlich eh nicht, wichtig ist, dass ihr noch Spass dran habt und nicht das schwanger werden im Vordergrund steht.

Mir hat die Ärztin eindringlich geraten nicht zu versuchen auf dem rechten (operierten) Eileiter schwanger zu werden, aufgrund erhöhten Risokos einer erneuten ESS wegen der Narbe, bzw weil vielleicht was anderes mit dem EL nicht stimmte, was zur ersten ESS geführt hat.

Ich hoffe dir macht das Mut und bei euch klappt es auch bald! Viel Spass beim üben [;-)]

Liebe Grüße

Susanne mit Krümelchen in der 11. SSW

Re: schwanger werden nach ESS
geschrieben von: Steffanny (IP gespeichert)
Datum: 26. Juni 2006 11:47

Hallo Sternchen,

es ist tatsaechlich so, dass sich die Eileiter nicht jeden Monat im natuerlichen Rhythmus abwechseln. Ich hatte meine ESS im Sommer letzten Jahres, verlor den rechten Eileiter dadurch und bin im ersten Versuchsmonat (nach 6 Monaten Wartezeit) sofort wieder schwanger geworden und erstaunlicherweise war die Seite dran, wo kein Eileiter mehr vorhanden war, was heisst dass sich die Eileiter nicht jeden Monat abwechseln! Wir waren deshalb voellig ueberrascht ueber die Schwangerschaft, hatten in dem Monat mit nichts gerechnet, bin jetzt in der 35. Schwangerschaftswoche und freue mich aufs Baby, haben bereits ein fast 3 jaehrigen Sohn. Tue Dich und Deinen Mann nicht zu sehr unter Druck setzen, es klappt eher, wenn man es nicht drauf anlegt. Ich weiss, leichter gesagt als getan, aber so hats bei uns funktioniert. Viel Glueck fuers naechste Mal!

Re: schwanger werden nach ESS
geschrieben von: sternchen1980 (IP gespeichert)
Datum: 26. Juni 2006 14:21

Hallo Steffanny!

Danke für deinen lieben Beitrag! Ich wünschte, die Ärzte hätten mir den EL damals rausgeholt, dann könnte ich jetzt viel lockerer damit umgehen!dann müsste ich nicht ewig hin zum ultraschallen und einen monat aufpassen, dann wieder drauf anlegen...ach...ist schon nicht so schön!mein linker EL tut mir kontinuierlich ab zyklusmitte weh! ob der ES nun rechts oder links stattfindet. das sind wohl vernarbungen.ich überlege mir den EL wirklich nach einer gesunden SS rausholen zu lassen!Ich wünsche dir auf jeden fall alles liebe und gute für euch und dein klaeines baby, welches ja jetzt bald auf die welt kommt!
mich würde echt mal interressiern, ob es frauen gibt, die gesunde schwangerschaften hatten auf dem operierten EL nach vorangegangener ESS...

Liebe Grüße
sternchen 1980

Re: schwanger werden nach ESS
geschrieben von: Ina (IP gespeichert)
Datum: 29. Juni 2006 21:09

Hallo Sternchen,

jetzt kenne ich deine Geschichte. Habe den anderen Beitrag zuerst gelesen.

Das ist natürlich sehr stressig, das glaube ich dir. Deshalb haben die Ärzte meinen Eileiter sterilisiert. So hatte ich kine Bedenken. Im Januar war es bei mir sogar so, dass das Ei links gesprungen ist und dann vom rechten Eileiter aufgenommen wurde. Das konnte man an der Zyste erkennen. So wie deine Ärztin sagt: es gibt nichts was es nicht gibt. Sie hatte sogar eine Patientin die normal ss war und die zweite saß im Eileiter. Sie hatte also zwei Eisprünge gehabt.

Ich glaube dir auch, dass du Schmerzen spürst. Man wird es nicht glauben aber bevor ich nun entgültig wußte es ist alles ok hatte ich links genau die gleichen Schmerzen wie damals rechts. Meine Psyche hat die Schmerzen ausgelöst. Es tat total weh und ich hab selbst schon geglaubt es ist wieder 'hängengeblieben'.

Ich wünsche dir vom ganzen Herzen, dass ihr bald das gewünschte Ergebnis bekommt und vorallem eine gesunde Schwangerschaft.

Gruß, Ina

Re: schwanger werden nach ESS
geschrieben von: Tanja (IP gespeichert)
Datum: 20. Juli 2006 15:10

Hallo Sternchen,

ich hatte am 15. September 2005 meine OP in der 10 SSW. Allerdings hatte ich erst an diesem Tag definitiv erfahren, dass ich eine EU habe. Ein Paar Stunden vor der OP. Meine FÄ wollte mich noch in den Urlaub schicken, nachdem sie in der 9 SSW immer noch nichts in der Gebärmutter gesehen hat. Nur weil ich keine Schmerzen hatte, wollte sie nicht an eine EU glauben, obwohl ich sie darauf angesprochen hatte. Ich hatte im Internet sowas gelesen. Sie wollte mich ohne Blutabnahme in 4 Wochen sehen. Aber eine Woche später hat sich endlich Blut abgenommen und am gleichen Tag bin ich auch ins Krankenhaus. Mein hCG-Wert war da schon bei 12000. Wir hatten uns schon so gefreut auf unser Wunschkind und dass es beim ersten Mal gleich geklappt hat. Ich habe natürlich mittlerweile gewechselt. Das KH ist spezialisiert auf minimal invasive Eingriffe und mein linker Eileiter konnte erhalten werden, ohwohl er an der Stelle des eingenisteten Eis schon fast drei mal so dick war. Das habe ich nach der OP auf den Fotos gesehen. Der Schnitt wurde mit Laser verödet, damit es besser heilt und ich eine Mini-Narbe davon trage. Der Chefarzt, der mich operiert hat, meinte, dass ich nach einer EU eine 15 % Chance habe wieder eine zu bekommen. Meine EU war spontan, d.h. keine Verwachsungen oder ähnliches. Das Ei ist zu schnell gewachsen und ist stecken geblieben und sich eingenistet.
Wir hatten dann drei Zyklen abgewartet und wollten wieder loslegen. Bei der EU war das ein Wunschkind und ich wurde fast direkt nach der Pille mit einem Monat anders verhüten schwanger.
Im vierten Zyklus mußte ich allerdings Antibiotika nehmen und wir haben dann nicht geübt - ich hatte auch ziemliche Schmerzen wegen der verschleppten Blasenentzündung.
Danach legten wir los. Ich habe Tempi gemessen und Ovutests benutzt, damit ich mich nicht verrückt mache, wenn mein Eisprung später wird. Ich hatte kurz vor dem Eisprung im linken Eileiter Mittelschmerz, am Tag des Eisprungs aber auf beiden Seiten. Es könnte aber sein, dass der linke Eileiter das Ei geliefert hat. Ich wurde auf jeden Fall schwanger und wir mussten ein wenig zittern, allerdings hatte ich gleich ein anderes Gefühl. Das hCG ist ja schneller gestiegen und ich hatte diesmal mehr Ziehen in den Mutterrbändern. Deshalb habe ich mir total Sorgen gemacht. Aber in der 6 SSW(5+4) konnten wir eine Fruchthöhle in der Gebärmutter sehen und eine Woche später eine Bohne mit schlagendem Herzchen. Jetzt bin ich morgen in der 20 SSW und alles verläuft gut. Außer dass ich mir immer noch zu viele Sorgen mache und oft die Mutterbänder mit meinem Eileiter verwechsle. Wichtig war für mich zu wissen, wann ich genau meinen Eisprung hatte, denn mein Zyklus ist länger und auch etwas unregelmäßig, vorallem nach der EU.
Vielleicht solltest Du Deinem Mann nicht bescheid sagen, wann Dein Eisprung ist und ihr mußt nicht jeden Tag in der ES Zeit. Vielleicht merkt er es dann nicht und ihr könnte etwas entspannter an die Sache gehen.
Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück!
Und denk daran, wir haben es auch ohne Monitoring geschafft.
LG Katinchen + Elisabeth 19 SSW



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