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Mensch ohne herz und Gefühl
geschrieben von: vonnchen (IP gespeichert)
Datum: 18. Dezember 2010 21:59

Liebe Leserinnen und Leser dieser Seite!!

Ich möchte hier eine Geschichte erzählen, über meine behinderte Tochter und was alles möglich ist, wenn man als Mutter nicht mehr "anerkannt" ist , da ein Betreuer alles bestimmen darf. Ein Betreuer, der einmal im Monat das Kind sieht und der Meinung ist, das er alles über das Kind weiss.....was es gerne hat, was es für Wünsche hat und was es für Vorstellungen hat.

Meine Tochter lebte bis zum 15.Januar.2010 bei mir zu Hause, es ging ihr gut und sie fühlt146e sich auch sehr wohl bei mir, wir hatten ein sehr inniges und enges Verhältnis. Dann wurde ich an besagtem Tag von der Polizei abgeholt und musste eine Ersatzfreiheitstrafe absitzen, meine Tochter wurde von einer Sekunde zur anderen aus ihrem gewohntem Umfeld gerissen und in ein Kinderheim in Brandenburg gebracht. Mir ist klar was sie die ersten Wochen physisch und psychisch durchgemacht hat, denn den Grund, warum ich nicht mehr da bin, konnte man ihr ja nicht begreiflich machen. Als ich Anfang Mai wieder nach Hause kam, wurde ich von ""Herrn Uhlig"" vor vollendete Tatsachen gestellt....das er entschieden hat das Kind nicht mehr nach Hause zu lassen...BEGRÜNDUNG, sie hätte sich dort eingelebt. Ich habe ihm dann vorgeschlagen sie ein paar Tage auf Urlaub zu holen, damit sie erst mal sieht, das ich wieder da bin. Damit war er auch einverstanden, aber als ich ihm denTermin zur Abholung mitteilte, kam eine Mail von ihm, er lehne den Urlaub ab, da er ja meine Tochter zu Hause nicht mehr raus bekomme.....

Ich weiss nicht wie sich das für die anhört, die keine behinderten Kinder haben, aber ich denke, jedem ist klar, das das eine Aussage wäre, die dafür spricht, das mein Kind ihr zu Hause wählen würde. ""Herr Uhlig"" schlug mir dann vor, das ich mein Kind stundenweise dort besuchen könne, aber da ich weiss wie meine Tochter fühlt und empfindet, habe ich das bis heute nicht gemacht, denn ich würde sie mit einem Besuch....um dann ohne sie nach ein paar Stunden wieder zu gehen....in einen schlimmen seelischen Zustand werfen und das kann und will ich als Mutter nicht. ""Herr Uhlig"" argumentiert so, sie hätte es sehr schwer gehabt sich dort einzuleben, aber kann er nicht weiter denken was passiert, wenn ich wieder auftauche um sie dann wieder allein zu lassen?????

Ich hatte jetzt einen Urlaubsantrag über Weihnachten und Sylvester gestellt, auch diesen lehnte er ab, mit den gleichen Argumenten wie immer. Es geht in seinen Schreiben...egal an wen er sie schickt....immer nur darum, ICH will das nicht, Ich lehne das ab usw. Als ich ""Hernn Uhlig"" fragte wo denn die Meinung meiner Tochter wäre, die ja eigentlich ausschlaggebend ist, schrieb er mir nur,""mit ihrer Tochter KANN man ja nicht reden"". Das ist mir soweit auch klar, aber er hätte eine Anhörung bei Gericht beantragen müssen, um den Willen meiner Tochter kennen zu lernen.

So muss meine Tochter das Fest der Liebe in einem Kinderheim verbringen, ohne die menschliche Wärme und Liebe ihrer Familie....SCHÖNES WEIHNACHTEN

Anmerkung::Ich habe meine Tochter vor Jahren schon im Nachbarort in einem betreutem Wohnheim angemeldet, dort hätte sie ein Einzelzimmer bekommen, wo sie ihre Möbel hätte mitnehmen können und so ihr gewohntes und vertrautes Umfeld behalten hätte. Ich hätte es leicht gehabt sie immer regelmässig zu holen, da es nur 10 Minuten von mir entfernt ist. Jetzt lebt sie mehr als zwei Autostunden von hier entfernt, ihre geliebten Sachen und alles was sie gerne um sich hat, befindet sich noch hier. Sie mag dort gut versorgt werden, aber ihre Bedürfnisse kann sie dort nicht erfüllen und steht das nicht jedem Menschen zu ????



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