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Welt-Down-Syndrom-Tag (21.3.)
geschrieben von: Up mit Down :o) (IP gespeichert)
Datum: 18. März 2007 11:29

Welt-Down-Syndrom-Tag 2007

Am 21. März ist Welt-Down-Syndrom Tag.

Fokus auf Menschen mit Down-Syndrom!
Weltweit wird am 21.3 der „World Down-Syndrom Awareness Day“ gefeiert: mit Kongressen und Konzerten, mit Posterkampagnen, neuen Filmen und Büchern, mit feierlichen Eröffnungen von DS-Zentren und Gründungen neuer Vereine. In Europa genauso wie in Australien, in Japan, Kanada, Singapur, Südafrika oder in Dubai werden exakt an diesem Tag (21.3 – bei DS liegt das Chromosom 21 3-fach vor!) Aufklärungskampagnen durchgeführt.

Weshalb diese Aktionen?

Die Situation von Menschen mit DS ist auch heute noch lange nicht zufriedenstellend. In Deutschland beispielsweise

• wissen immer noch viele Menschen nichts mit dem Begriff Down-Syndrom anzufangen

• ist der Begriff gekoppelt mit negativen Vorstellungen, Vorurteilen und veraltetem Wissen

• sind wir mehr denn je entfernt von einem selbstverständlichen Recht auf Leben für Babys mit Down-Syndrom

Einiges hat sich tatsächlich verbessert in den letzten Jahren. So liegt die Lebenserwartung von Menschen mit Down-Syndrom heute bei etwa 60 Jahren. Für Kinder gibt es eine gute medizinische Versorgung, ein großes Therapieangebot, und die schulische Integration ist weiter verbreitet als vor 10 Jahren. Allerdings ist das alles keineswegs selbstverständlich, und Eltern müssen sich diese Dinge häufig erkämpfen.

Auch die Situation älterer Personen mit Down-Syndrom lässt noch viel zu wünschen übrig. Es fehlt an Fachleuten und Wissen im medizinischen wie auch im psychosozialen Bereich, und es fehlen passende Arbeits- und Wohnmöglichkeiten. Menschen mit Down-Syndrom werden häufig nicht ernst genommen und können nicht überall wie andere am öffentlichen Leben teilhaben.

Der Welt-Down-Syndrom-Tag bietet eine Möglichkeit, auf die Situation von Personen mit DS hinzuweisen.

Als zentrale Botschaft soll die Selbstverständlichkeit stehen, dass Menschen mit Down-Syndrom das gleiche Lebensrecht haben und genau so wilkommen sind in unserer Welt wie jeder anderer Mensch. Weiter sind Inklusion und optimale Förderung wesentliche Bedingungen, damit sich das Kind, der Jugendliche mit Down-Syndrom entwickeln kann.

Von seiner Familie geliebt, von der Gesellschaft geschätzt und ernst genommen, begleitet von Menschen die ihm etwas zutrauen, ihm Gelegenheiten bieten, sich zu entfalten und ihn durch eine positive Erwartungshaltung motivieren, kann das Kind mit Down-Syndrom sich zu einem selbstbewussten, selbstständigen Erwachsenen entwickeln.

Geben wir ihm diese Chance!


Quelle: [www.ds-infocenter.de]



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