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TV-Tipps (Thema Down-Syndrom / Trisomie 21)
geschrieben von: Lala (IP gespeichert)
Datum: 17. Mai 2006 16:28

ARD
Montag, 22. Mai 2006
14:10 - 15:00 Uhr
In aller Freundschaft (Folge: Ein Fest mit Hindernissen)
Vorweihnachtsstimmung in der Sachsenklinik: Überall werden Pläne für die Feiertage geschmiedet. Mitten im Trubel wird die kleine Elfie Brenner von Tim, ihrem Bruder mit Down-Syndrom (gespielt von Rolf "Bobby" Brederlow: [www.bobby.de]), eingeliefert. Ihr Blutbild gibt Anlass zur Sorge. Der Verdacht wird durch die Eltern bestätigt: Elfie hat Leukämie. Da schon zwei Chemotherapien erfolglos waren, muss dringend ein Knochenmarkspender gefunden werden. Als Roland die Unterlagen von Elfies behandelndem Arzt bekommt, fällt ihm auf, dass sich zwar ihre Eltern erfolglos als Spender haben testen lassen - jedoch nicht Tim! Wegen seiner Behinderung haben die Brenners immer versucht, Elfies Krankheit so weit wie möglich von ihm fern zu halten. Als sich herausstellt, dass Tim als Spender in Frage kommt, werden seine Eltern in einen schweren Konflikt gestürzt: Können sie ihm das OP-Risiko zumuten - selbst wenn es darum geht, ihre Tochter zu retten? Doch als Tim jetzt die Chance sieht, seiner Schwester zu helfen, setzt er alle Hebel in Bewegung. Er wird ihr Leben retten!


Frauentausch
RTL 2
Dienstag, 30.Mai 2006
09:00 - 11:00 Uhr
Birgit (37) lebt mit ihrem Mann Gerhard (39) und den drei Töchtern am Rande Berlins in einem Einfamilienhaus mit großem Garten. Auch Oma Inge (70) wohnt hier, die 97-jährige Uroma ist oft zu Besuch, drei Hunde und drei Katzen sorgen für Trubel. Bei Tauschpartnerin Sükran (36), die aus der Türkei stammt, läuft das Leben anders: Sükran ist alleinerziehende Mutter eines 15-jährigen Sohnes mit Down-Syndrom (Trisomie 21). In ihrer Vier-Zimmer-Wohnung mitten in Berlin leben außerdem noch die 18-jährige Ziehtochter Miranda, ein 25-jähriger Stipendiat aus der Türkei, mit dem Sükran abends noch deutsch lernt und an den Wochenenden kommt Sükrans Freund Ahmet (38) mit seinen beiden Kindern aus erster Ehe zu Besuch. Sükran, die als Finanzbeamtin voll berufstätig ist, schmeißt den kompletten Haushalt allein. Zeit für Hobbys bleibt ihr nicht. Jetzt tauschen die beiden Frauen für zehn Tage die Familie.


Tollpension
ARD
Mittwoch, 07.Juni 2006
20:15 - 21:45 Uhr
Marga und Kurt Mahlström (Uwe Ochsenknecht) reisen mit ihren Kindern Kati und Felix seit 15 Jahren nach Södenhagen an die Ostsee - immer im Juli, immer in dieselbe Pension, immer in dieselben Zimmer mit Meerblick. Kurt will die 'schönsten Wochen des Jahres' unbeschwert mit Sommer, Sonne, Strand und harmonischem Familienleben verbringen. Doch in diesem Jahr gerät alles außer Kontrolle: Kurt steht kurz vor der Arbeitslosigkeit und kann sich den Urlaub eigentlich gar nicht mehr leisten. In seiner Ehe mit Marga kriselt es und Kurt traut sich nicht, seiner Frau von diesen Schwierigkeiten zu erzählen. Auch die pubertierende Kati hat schlechte Laune, weil sie lieber mit ihren Freundinnen nach Frankreich gefahren wäre. Dann sind im Feriendomizil auch noch sämtliche Zimmer mit Meerblick vergeben. Als wäre das noch nicht genug, betritt am ersten Morgen eine Gruppe von Menschen mit Behinderung, unter ihnen Rolf Weiher, ein Mann mit Down-Syndrom (gespielt von Rolf "Bobby" Brederlow: [www.bobby.de]) den Frühstücksraum und bringt die ersehnte Urlaubsruhe richtig durcheinander. Als sich zu guter Letzt Tochter Kati in den Betreuer Dominik verliebt, droht für Kurt der Urlaub zu den schlimmsten Wochen des Jahres zu werden


Durch dick und dünn - Die Freunde von Sant' Egidio
ARD
Sonntag, 18.Juni 2006
17:30 - 18:00 Uhr
Lieselotte beugt sich über ihre Zeichnungen: Sie zeigen den kognitiv behinderten Amerikaner Johnny Paul Penry im Gefängnis. Auch die 42-jährige Lieselotte ist behindert, sie hat Down-Syndrom (Trisomie 21). In einer Würzburger Malschule, die von der katholischen Laiengemeinschaft Sant' Egidio ins Leben gerufen wurde, kämpft Lieselotte unverdrossen mit anderen Menschen mit Behinderung gegen die menschenunwürdigen Verhältnisse und Haftbedingungen in texanischen Gefängnissen. Mit Hilfe eines guten Anwalts und zusammen mit den Freunden von Sant' Egidio hofft sie, das Leben ihres Brieffreundes Johnny Paul Penry, der im Todestrakt des texanischen Polunsky Gefängnisses einsitzt, zu retten. Dafür verkauft Lieselotte in der Würzburger Innenstadt jede Woche ihre Zeichnungen. Sie sammelt Geld und betet täglich mit anderen Mitgliedern der Gemeinschaft für Johnny.


Lola - Best of August
Arte
Montag, 19. Juni 2006
14:00 - 14:30 Uhr
u.a.: Daniela Perathoners Bruder Edwin ist 26, hat Down-Syndrom (Trisomie 21), fühlt sich trotz allem aber recht normal, leidet nicht unter dem Zusatzchromosom, sondern oft unter den Vorurteilen seiner Mitmenschen. Die Krankenschwester aus Innsbruck beschloss, einen Film über ihren Bruder zu drehen. Dafür schaffte sie sich eine eigene Kamera an und legte einfach los. Für 'Edwins Welt' erhielt sie in der Kategorie 'Amateurproduktionen' 2004 den deutschen Menschenrechts-Filmpreis.

Re: TV-Tipps (Thema Down-Syndrom / Trisomie 21)
geschrieben von: Lala (IP gespeichert)
Datum: 18. Mai 2006 11:15

Sophie - ein göttliches Geschenk
SWR
Dienstag, 06. Juni 2006
23:00 Uhr (Reihe "Menschen unter uns")

Als Sophies Mutter Sylvia Kowalik vor zehn Jahren im Kreissaal mit der Diagnose „Down-Syndrom. Trisomie 21“ konfrontiert wurde, waren sie und ihr Mann zunächst entsetzt. Ihre fröhliche und herzliche Tochter hat jedoch den Blick ihrer Mutter aufs schnell Leben verändert. Und Sophie hat auch manchen anderen Menschen in ihrer Umgebung von seinen Vorurteilen gegen über Menschen mit einer Behinderung kuriert.

Die Zehnjährige besucht eine ganz normale dritte Klasse in einer Freien Evangelischen Schule. Denn Kinder mit Down-Syndrom sind ausgesprochen lernfähig, wenn man ihnen die Chance gibt, sich zu entfalten.

Sophie steht nicht im Abseits, sondern mitten im Leben: Sie geht ins Ballett, tobt wochenends auf dem Abenteuerspielplatz umher. Und Geburtstag feiert sie natürlich mit ihren Schulfreunden! Der Weg der schulischen Integration, den Sophie und ihre Eltern beschreiten, war nicht leicht: Ängste und Vorurteile bei anderen Eltern aus der Klasse mussten abgebaut werden. Würden die Leistungen der Regelkinder durch Sophie schlechter werden, fragten diese sich anfangs besorgt. Doch Sophies Klasse ist Jahrgangsbeste und ihre KlassenkameradInnen wollen Sophie und ihre spontane Herzlichkeit nicht mehr missen. Und Sophies Familie hat unlängst große Solidarität von Eltern aus der Klasse erfahren: Einige von ihnen legten zusammen, um einen Teil des Gehaltes der Sonderschul-Pädagogin zu finanzieren, die Sophies innerhalb der Klasse begleitet und unterstützt!

Eine ermutigende Lebensgeschichte - besonders in einer Zeit, in der mehr als 90 Prozent aller in der Schwangerschaft entdeckten Kinder mit Trisomie 21 abgetrieben werden, weil ihre Eltern sich ein Leben mit ihnen nicht zutrauen wollen. Vielfach weil nach wie vor Unmengen negativer und längst zum positiven hin überholte Bilder über die Fähigkeiten und Möglichkeiten von Menschen mit Down-Syndrom in der Gesellschaft vorherrschen! Sophie geht mit Hilfe ihrer Familie und ihrer Freunde ihren eigenen Weg. „Ist das eine Strafe Gottes?“ fragte die Mutter ihre Ärztin nach der Geburt ihrer Tochter und der anfangs niederschmetternden Diagnose Down-Syndrom. Heute ist sie sich längst sicher: „Sophie ist ein göttliches Geschenk!“

Hier ist schon mal vorweg ein Bild von Sophie: [www.connyrapp.com] (2te Reihe rechts). Sie ist eines von 15 Kindern mit Down-Syndrom, deren Bilder Platz in dem Buch „Außergewöhnlich“ gefunden haben. Ihre Mütter schreiben darin über das Leben mit ihnen. Initiatorin und Fotografin Conny Rapp, selbst Mutter einer Tochter mit Down-Syndrom, schreibt über das Buch:

„Dieses Buch soll nicht nur mit seinen schönen Bildern frischgebackenen Eltern Mut machen, sondern in erster Linie helfen, Vorurteile und Ängste in unserer Gesellschaft abzubauen und zeigen, dass Leben mit einem Kind mit Down-Syndrom keinesfalls bedeutet, weniger Spaß, Glück und Freude zu empfinden. Vermutlich ist sogar das Gegenteil der Fall.“ (Conny Rapp)

Mehr Infos: [www.connyrapp.com]

Mehr Erfahrungsberichte von Eltern:
[www.regenbogenzeiten.de]

Re: TV-Tipps (Thema Down-Syndrom / Trisomie 21)
geschrieben von: Lala (IP gespeichert)
Datum: 24. Mai 2006 10:17

Liebe auf den zweiten Blick
3sat
Donnerstag, 01. Juni 2006
14:15 - 14:45 Uhr
[Widerholung: Do/Fr, 01. Juni 2006., 05:00-05:30 Uhr, 3sat]
Kerstin Rodger ist Berlinerin, aufgewachsen in der DDR. Als Kind wollte sie Sängerin werden, als 20-Jährige landet sie mit 'Bis es wieder kribbelt' ihren ersten Hit. Mit 22 ist sie schwanger. Nicht einen Augenblick denkt sie daran, dass ihr Kind behindert sein könnte. Ihr Sohn Nick kommt mit einem Down-Syndrom (Trisomie 21) zur Welt. Der Kindvater klärt die "Schuld"frage zu seinen Gunsten. Kerstin Rodger ist verzweifelt, denkt an Suizid, empfindet Mutterliebe als Pflichtübung. Sie blättert in einem Entwicklungskalender für Kleinkinder: Alle Angaben sind weit entfernt von Nicks Realität. Wütend reißt sie Blatt für Blatt heraus. Da lächelt Nick zum ersten Mal! Ihm ist es nicht mehr egal, wer ihn liebt, füttert und versorgt. In Kerstin Rodger erwacht die Mutterliebe. Es ist eine Liebe auf den zweiten Blick und mit ihr beginnt für die junge Frau eine Suche nach neuen Wegen und Werten - privat und auf der Bühne.

Re: TV-Tipps (Thema Down-Syndrom / Trisomie 21)
geschrieben von: Lala (IP gespeichert)
Datum: 25. Mai 2006 12:05

Simons Weg - Ein normales Leben mit Down-Syndrom?

SF1
Donnerstag, 29. Juni 2006
20:00 - 21:00 Uhr

Simons Weg ist erfreulich und ermutigend auch für andere Menschen mit Behinderung: Er ist heute 20 Jahre alt und macht eine IV-Anlehre im Zoolino, der Kinderzoo-Abteilung des Zürcher Zoos. Selbständig fährt er täglich zur Arbeit, besucht einmal in der Woche die Gewerbeschule, hat Hobbys wie Saxophonspielen, Reiten oder Schwimmen. Simon lebt zusammen mit nichtbehinderten Menschen, orientiert sich an der Normalität und nicht an der Behinderung. Dadurch macht er große Fortschritte und ist selbständiger als andere Menschen mit Down-Syndrom (Trisomie 21). Dass seine Entwicklung derart positiv verlief, verdankt Simon seinen Eltern, initiativen Lehrkräften und Vorgesetzten. Sie alle waren bereit, sich auf den ungewöhnlichen Weg der Integration einzulassen. Dass dieser Weg aber mitunter sehr steinig ist und oft an der staatlichen Bürokratie scheitert, zeigt der Film eindrücklich auf. 1996 begann der Autor Simons Entwicklung mit der Kamera zu beobachten und den ganzen Prozess von Simons schulischer und beruflicher Integration zu begleiten. «Es entstand eine Langzeitstudie, wie sie im Journalismus leider viel zu selten vorkommen», und weiter: «Ich kam dabei zur Erkenntnis, dass Integration nicht nur eine Schulungsform, sondern auch eine Lebenshaltung ist. Eigentlich erstaunlich, dass sie nicht mehr praktiziert wird.» Etwa eines von 550 Kindern kommt mit Down-Syndrom zur Welt. Es ist die am häufigsten auftretende Genommutation, zurückzuführen auf überzähliges Erbmaterial des 21. Chromosoms. Früher starben Menschen mit Down-Syndrom meist schon im Kindes- und Jugendalter, Förderung fand - wenn überhaupt - nur sehr begrenzt statt. Heute können sich Menschen mit Down-Syndrom besser entfalten, haben eine Lebenserwartung von 60 Jahren und mehr. Die meisten besuchen heilpädagogische staatliche Institutionen, werden mit viel Aufwand in Sonderschulen und Werkstätten gefördert. Dies allerdings abseits von der „Regel“gesellschaft. Als aussichtsreiches Modell für ein engeres Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung zeichnet sich der Weg der Integration ab. Integration bedeutet die Rückkehr der Kinder mit Behinderung auf unsere Schulhöfe, der Jugendlichen und Erwachsenen in unsere Arbeitsprozesse. Aus wissenschaftlicher Sicht gilt die Integration längst als wegweisendes sonderpädagogisches Konzept. In Deutschland, Österreich oder den Ländern Skandinaviens hat man realisiert, dass dank der Integration beim Staat auch Kosten eingespart werden können. In der Schweiz fristet die Integration leider noch immer ein Mauerblümchendasein.

Re: TV-Tipps (Thema Down-Syndrom / Trisomie 21)
geschrieben von: Lala (IP gespeichert)
Datum: 26. Mai 2006 16:07

Wow! Im Moment istwirklich ganz schön was los im TV zum Thema Down-Syndrom!! Auf der Seite [www.regenbogenzeiten.de] sind direkt auf der Startseite aktuelle TV-Tipps zu finden :-)

Re: TV-Tipps (Thema Down-Syndrom / Trisomie 21)
geschrieben von: Lala (IP gespeichert)
Datum: 08. Juni 2006 15:37

Liebe dich...!
Montag, 17. Juli 2006
00:45 - 02:17 Uhr
Arte
Der Film erzählt von der ungewöhnlichen Liebe zweier besonderer Schauspieler an einem außergewöhnlichen Theater. Moritz, Sohn der Theaterregisseurin Gisela Höhne, und Nele, Tochter der Schauspielerin Angela Winkler, sind ein Liebespaar. Beide haben Down-Syndrom (Trisomie 21) und stehen im Berliner Theater 'RambaZamba' ( [www.sonnenuhr-berlin.de] ) zusammen auf der Bühne - oft vor ausverkauftem Haus. Der Film lässt ahnen, dass ein Leben ohne antrainierte gesellschaftliche Konventionen nicht nur anders, sondern auch besonders sein kann. Es ist zu spüren was es bedeutet, behindert zu sein, wenn die 17-jährige Juliana von sich sagt: 'Ist mir doch egal, wenn ich behindert bin - ich bin ein ganz normaler Mensch!' Wer ihr zuschaut, vergisst ihre Behinderung völlig, wenn er sie tanzen sieht. In den Theaterstücken, von der Regisseurin entlang eines Grundthemas durch Improvisationen mit den Spielern entwickelt, spiegelt sich die Lebenswelt der Menschen mit Behinderung wider. Besonders spannend wird es dann, wenn diese die Normalität spielen und uns in überhöhter Weise mit unseren inneren Grenzen konfrontieren. Angela Winkler bezeichnet 'RambaZamba' als das derzeit spannendste Theater in Berlin. Sie sagt das nicht nur als Mutter, sondern auch aus ihrer professionellen Warte als Schauspielerin. Eine 'RambaZamba'-Aufführung ist ein wahrhaft berührendes und amüsierendes Erlebnis - ohne pädagogisch zu sein und ohne, dass der Zuschauer je das Gefühl hat, Mitleid haben zu müssen.



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