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Ab wann einen Anwalt nehmen?
geschrieben von: Planet_X (IP gespeichert)
Datum: 24. Juli 2008 11:45

Guten Tag!

Ich hab mich jetzt ausführlich in diesem Forum belesen, konnte aber nicht herausfinden, ab wann es taktisch sinnvoll ist sich einen Anwalt zu nehmen um Kosten zu sparen. Es geht um folgenden Sachverhalt:

A bekommt am 20.7. einen Brief vom Sozialamt, er möge seine Einkommensverhältnisse offenlegen. A möchte unbillige Härte nach §1611 BGB i.V.m. §1579 Nr. 7 BGB geltend machen, aber noch auf einen Anwalt verzichten (um Kosten zu sparen).

Ist es ratsam an dieser Stelle noch selber Widerspruch einzulegen und gleich Beweismittel, die unbillige Härte belegen würden, beizufügen? Oder doch lieber gleich einen Anwalt um strategisch nichts falsch zu machen?

Müsste der Widerspruch als Einschreiben beim Sozialamt eingehen?

Vielen Dank für hilfreiche Antworten.

Re: Ab wann einen Anwalt nehmen?
geschrieben von: Betroffener (IP gespeichert)
Datum: 25. Juli 2008 08:16

Hallo,

wenn unbillige Härte ins Feld geführt werden kann, sollten vorab die dafür sprechenden Gründe schriftlich festgehalten werden. Sodann erscheint es empfehlenswert, das gefertigte Schriftstück und eventuell vorliegende Beweise einem in Elternunterhalt langjährig erfahrenen Fachanwalt zu übergeben, der seinerseits wiederum hilfreiche Hinweise geben kann. Es ist einfach wichtig, von Anbeginn schlüssig vorzutragen.

Ungeachtet dessen ist es sicherlich löblich, wenn man versucht im Vorfeld Anwaltskosten einzusparen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass dies gerade beim Elternunterhalt - und hier insbesondere wenn Verwirkungstatbestände ins Feld geführt werden sollen - schnell zu Nachteilen für den zum Elternunterhalt Herangezogenen gereichen kann. Es erscheint daher wirklich ratsam, einen in Elternunterhalt langjährig erfahrenen Fachanwalt einzuschalten.

Freundliche Grüsse
Betroffener






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