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Drohende Unterhaltszahlung für Mutter (chron. Alkoholikerin)
geschrieben von: Sohn (IP gespeichert)
Datum: 12. Juni 2008 09:28

Hallo,

ich habe in den letzten Tagen mit großem Interesse die Beiträge hier gelesen.
Gerade die vielen Antworten von "Betroffener" waren sehr aufschluss - und hilfreich.
In meinem Fall handelt es sich um die Mutter, die seit etwa 30 (!)
Jahren trinkt und wieder, diesmal mit richterlichem Beschluß zum 11 Male in eine Entziehungsanstalt eingewiesen wurde.
Wahrscheinlich wird Sie anschließend nach 6 Wochen dauerhaft in ein geschlossenes Heim eingewiesen, der richterliche Beschluß, den ich nicht kenne, sieht das wohl vor.
Da ich eigentlich zukünftig mit einer Unterhaltsprüfung rechnen muß, hier nun meine Frage: Kann ich jetzt noch einen vor 2,5 Jahren abgeschlossenen Ratenkredit mit einer Gesamtlaufzeit von 5 Jahren aufstocken, bzw einen neuen Autokredit beantragen?
Schließlich weiß ich bis jetzt nichts offizielles von einer dauerhaften Unterbringung.
Leider ist mein Einkommen, ledig, keine Kinder mit 2500 € netto recht hoch.
Ich möchte mich gerne mit allen Mitteln von der Unterstützung einer chronischen Säuferin, die mir schon seit bald 30 Jahren das Leben vermiest, distanzieren.
Vielen Dank für ihre Unterstützung!

Sohn

Re: Drohende Unterhaltszahlung für Mutter (chron. Alkoholikerin)
geschrieben von: Betroffener (IP gespeichert)
Datum: 15. Juni 2008 12:21

Hallo,

vor Zugang der Rechtswahrungsanzeige kann ein zum Elternunterhalt Herangezogener über sein Vermögen frei verfügen und schlichtweg die Entscheidungen treffen, die er für richtig hält, denn vor Zugang der Rechtswahrungsanzeige weiß er - wie zutreffend angeführt wurde - nichts offizielles von einer dauerhaften Unterbringung.

Allerdings versuchen einige Sozialbehörden zu argumentieren, dass z.B. aufgrund des Krankheitsbildes bei der / dem Bedürftigen eine dauerhafte Unterbringung derselbigen / desselbigen abzusehen gewesen sei. Dies kann jedoch mit Nichtwissen bestritten werden. Im Übrigen ist die Sozialbehörde für die Untermauerung einer solchen Behauptung beweis- und darlegungspflichtig.

Darüber hinaus könnten möglicherweise Verwirkungstatbestände wie z.B. vorsätzliches Herbeiführen der Bedürftigkeit ( Selbstverschuldung ) und Entfremdung vorliegen.

Die Beiziehung eines in Elternunterhalt langjährig erfahrenen Fachanwalts für Familienrecht scheint empfehlenswert.

Freundliche Grüsse
Betroffener


Re: Drohende Unterhaltszahlung für Mutter (chron. Alkoholikerin)
geschrieben von: lodwar (IP gespeichert)
Datum: 27. November 2008 02:02

Guten Tag,

ich stehe vor dem gleichen problem.

schlimme aussicht die nächsten 20 jahre für meine mutter bezahlen zu müssen, die mir immer wieder die hölle bereitet hat.


vielleciht kannst du mir schreiben was der anwalt gesagt hat...


beste grüße

alex



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