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Nicht gefundene Variation in der Schwiegerkinderzahlung
geschrieben von: Schwiegertochter (IP gespeichert)
Datum: 03. April 2008 03:54

Hallo,

ich bin neu hier und habe mir mit großem Interesse das gesamte Forum angeschaut und dabei die Nacht zum Tag gemacht. Vielen Dank für dieses Forum und die viele Arbeit, die Sie sich damit gemacht haben.

Nun zu meinen Fragen:

1.
Eltern werden pflegebedürftig und Sohn wird zahlungsverpflichtet. Einkommen und Vermögen sehen ganz ordentlich aus. Schwiegertochter arbeitet wegen Kinderbetreuung Teilzeit. Also wesentlich geringerer Verdienst. Anteil am Gesamteinkommen ca. 22%.
Wie wirkt sich dieser Aspekt auf den Selbstbehalt oder den zu zahlenden Unterhaltsbetrag aus?

Ich habe bisher leider immer nur Rechenbeispiele gefunden, in denen das Schwiegerkind wesentlich mehr verdient als das Kind.

2.
Das Kind und das Schwiegerkind besitzen im gesetzlichen Güterstand ein selbstgenutztes Eigenheim und eine vermietete Eigentumswohnung. Wird die vermietete Eigentumswohnung außer zur Berechnung der Einkünfte (Überschuss) auch mit dem geleisteten Eigenkapital zum Schonvermögen gezählt?
Ist es vielleicht sinnvoll, schon jetzt (Pflegebedürftigkeit noch nicht absehbar, aber Eltern sind dabei ihr Vermögen zu verprassen) noch eine zusätzliche Eigentumswohnung zur Vermietung anzuschaffen? Wie sähe da die Anrechnung aus? Kann man gezwungen werden, vermietete Wohnungen zu verkaufen, wenn absehbar ist, dass sie Gewinn erwirtschaften werden?

Ich hoffe, meine Fragestellungen sind verständlich und bedanke mich im voraus für alle Antworten.

Re: Nicht gefundene Variation in der Schwiegerkinderzahlung
geschrieben von: trude (IP gespeichert)
Datum: 05. April 2008 11:16

Hallo,

also:

Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen
+ Nettoeinkommen des Ehegatten
+ Zusätzliche Einnahmen
= Summe des Famielieneinkommens

Berechnung der anzuerkennenden monatl. Belastungen:
Altersvorsorge (davon werden 5% vom Gesamteinkommen anerkannt)
+ Rentenversicherung eines Selbständigen (davon werden 20% vom Gesamteinkommen anerkannt)
+ Arbeitslosenversicherung eines Selbständigen
+ Krankenversicherung eines Selbständigen
+ Ratenkredite
+ Unterhalt für Ex und/oder Kinder
+ Zins und Tilgung selbstbewohnter Wohung oder Haus
+ sonstige ständige Belastungen
= Summe der abzuziehenden Belastungen

Berechnung des Selbstbehalts:
Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen
- Mindestselbstbehalt (1400 Euro)
- Summe der abzuziehenden Belastungen
= ..... (SUMME)

Mindestselbstbehalt (1400 Euro)
+ 50% von ..... (SUMME)
= tatsächlicher Mindestselbstbehalt

Berechnung der Unterhaltsverpflichtung:
Summe des Famielieneinkommens
- Summe der abzuziehenden Belastungen
= Bereinigtes Einkommen
/ (geteilt) durch 2 nach dem Halbteilungsgrundsatz (bei Ehegattenrechnung)
- tatsächlicher Mindestselbstbehalt
= Zahlungsverpflichtung


Alles Gute
trude



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