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Steuererklärung und Unterhaltsberechnung
geschrieben von: Marino (IP gespeichert)
Datum: 21. Dezember 2007 09:01

Hallo,

hab eine Frage. Ich werde zum Unterhalt herangezogen und bin nebenbei Kleingewerbetreibender mit Steuer-Nr. Im letzten Jahr 2006 habe ich das Gewerbe gegründet und dadruch hohe Verluste eingefahren(Investitionskosten, Werbung, etc.). Eine RWA Anzeige habe ich jetzt erhalten mit der meine Einkommensverhältnisse der letzten 12 Monate doch ermittelt werden richtig ? Die Steuererstattung für das Jahr 2006 habe ich vor 1 Monat erhalten in Form von mehreren tausend Euro aufgrund der Verluste. Zählt diese Erstattung jetzt zum Einkommen für das Jahr 2007 und wird dadurch jetzt meiner Einkommensberechnung addiert oder handelt es sich hier um Verhältnisse für das Jahr 2006 die jetzt nicht berücksichtigt werden dürfen ? Das wäre natürlich von enormen Nachteil für mich da sich das "Einkommen" dadurch um ca. 300,00 erhöht.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.12.07 09:04.

Re: Steuererklärung und Unterhaltsberechnung
geschrieben von: Betroffener (IP gespeichert)
Datum: 21. Dezember 2007 13:48

Hallo,

da die Erstattung in den Zeitraum der letzten 12 Monate fällt die zur Berechnung herangezogen werden, wird sie regelmäßig berücksichtigt. Man kann jedoch versuchen, der Sozialbehörde glaubhaft darzulegen, dass eine so hohe Erstattung in den kommenden Jahren ( Folgejahren ) nicht mehr erfolgen wird. Erfahrungsgemäß muss jedoch damit gerechnet werden, dass die Sozialbehörde die Steuererstattung berücksichtigt, indem sie den Erstattungsbetrag auf 12 Monate umlegt und den sich ergebenen Betrag dem monatlichen Einkommen zuschlägt. Sich gegen diese Vorgehensweise erfolgreich zu wehren ist kaum möglich. Jedenfalls ist diesseits kein Fall bekannt, wo eine Sozialbehörde die Erstattung nicht in ihre Berechnungen einbezogen hat. Falls die Sozialbehörde nicht überzeugt werden kann, ihre Berechnungen ohne die "hohe Steuererstattung" durchzuführe, sollte man sich darauf verständigen, dass bereits im kommenden Jahr ( also z.B. nach Erhalt der nächsten Steuererstattung ) eine neue Berechnung durchgeführt wird.

Die rechtzeitige Beiziehung eines in Elternunterhalt langjährig erfahrenen Fachanwalts für Familienrecht scheint wie immer empfehlenswert.

Freundliche Grüsse
Betroffener

Re: Steuererklärung und Unterhaltsberechnung
geschrieben von: Betroffener (IP gespeichert)
Datum: 21. Dezember 2007 14:21

Hallo,

bei der Überprüfung der zur aufgeworfenen Frage gegebenen Informationen wurde festgestellt, dass versehentlich eine wesentliche Ausführung nicht in dieselbigen aufgenommen wurde. Es wird daher ergänzend darauf hingewiesen, dass im Elternunterhalt das Einkommen nach dem so genannten Zuflussprinzip berechnet wird. Danach sind alle in den letzten zwölf Monaten dem Unterhaltspflichtigen zufließenden Einkünfte, gleich aus welcher Quelle, einschließlich Urlaubsgeld, Überstundenvergütung, Weihnachtsgeld und Steuerrückerstattungen usw. für die Bemessung der Leistungsfähigkeit zugrunde zu legen. Daraus ergibt sich, dass im geschilderten Fall - wie bereits ausgeführt - kaum eine Möglichkeit besteht, die Sozialabehörde zu veranlassen, die hohe Steuererstattung nur teilweise zu berücksichtigen oder gar gänzlich unberücksichtigt zu lassen.

Freundliche Grüsse
Betroffener

Re: Steuererklärung und Unterhaltsberechnung
geschrieben von: Sander (IP gespeichert)
Datum: 21. Dezember 2007 19:47

Erst ab Zugang der RWA Anzeige wird das Einkommen zur Berechnung herangezogen. Falls die Steuererstattung nach Zuteilung der RWA erfolgte ist die Erstattung nicht einzusetzen.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.12.07 19:51.

Re: Steuererklärung und Unterhaltsberechnung
geschrieben von: Betroffener (IP gespeichert)
Datum: 21. Dezember 2007 21:10

Hallo,

ersichtlicherweise schrieb der Forenteilnehmer "Marino" folgendes:

"Eine RWA Anzeige habe ich jetzt erhalten mit der meine Einkommensverhältnisse der letzten 12 Monate doch ermittelt werden richtig ? Die Steuererstattung für das Jahr 2006 habe ich vor 1 Monat erhalten in Form von mehreren tausend Euro aufgrund der Verluste."

Unter Berücksichtigung der vorgenannten Ausführungen wird weiter an den von "Betroffener" weitergegeben Informationen festgehalten.

Freundliche Grüsse
Betroffener




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