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Unterhalt für meine Mutter im Pflegeheim
geschrieben von: majonsche (IP gespeichert)
Datum: 01. Juli 2007 23:03

Hallo,

ich brauche dringend Hilfe. Vor 2 Tagen habe ich Post erhalten in der ich auffgefordert wurde Unterhalt für meine Mutter zu bezahlen.

Ich habe seit meinem 11. Lebensjahr (ich bin jetzt 30 jahre alt) keinen Kontakt mehr zur meiner leiblichen Mutter. Ihr wurde damals das das Sorgerecht voll entzogen. Vor einem Jahr hat mich das Pflegeheim kontaktiert über die Adresse meiner Oma. Erst dann habe ich erfahren das meine Mutter seit 5 Jahren in diesem Pflegeheim untergebracht ist.

Ich wusste davon überhaupt nichts, ich wusste fast 15 Jahre nicht ob meine Mutter lebt oder schon tot ist. Und jetzt soll ich Unterhalt zahlen????
Meine Mutter hat sich seit meinem 11. Lebensjahr nicht mehr um mich gekümmert!!!!

Ich kann überhaupt nichts bezahlen, HILFE, ich komm gerade so über die Runden. Vor 6 Monaten habe ich mir eine Eigentumswohnung gekauft, die noch renovierungsbedürftig ist, mein Auto ist finanziert und und und.

Mein Problem ist jetzt, ich verdiene sehr gut 1.800 EUR Netto im Monat, davon zahle ich 511 EUR Darlehen an die Bank für die Wohnung, 120 EUR Nebenkosten, 261 EUR Ratenkredit für mein Auto.

Ich hab eine kleine Hochrechnung erstellt was ich im Monat zum Leben brauche um meine laufenden Kosten zu decken ich brauch knapp 1650 Euro im Monat. Mit allen Versicherungen, Strom , GEZ, Telefon und Benzin. So, da hab ich aber noch nichts zum anziehen keine Versorgung für mein Haustier kein Handy bezahlt und sonst nix. Ich lebe sowieso über meine Verhälnisse und muss mir monatlich hier und da was dazu verdienen, damit ich selbst über die Runden komme.

Das bricht mir das Genick wenn ich jetzt noch Unterhalt bezahlen muss für meine Mutter die nie eine war!!!

Kann mir bitte jemand sagen ob ich auf Grund meines hohen Verdienstes und dieses nicht bestehende Verhältnis zu meiner Mutter dennoch Unterhalt zahlen muss???

Vielen vielen Dank im voraus für die Antwort






Re: Unterhalt für meine Mutter im Pflegeheim
geschrieben von: Betroffener (IP gespeichert)
Datum: 02. Juli 2007 09:04

Hallo,

bitte zunächst die in diesem Forum veröffentlichten Informationen "Grundsätzliche Informationen zum Themenkomplex Elternunterhalt" lesen. Dort werden die aufgeworfenen Fragen beantwortet.

Ansonsten folgende Fallspezifische Informationen:

Da sich die Mutter offensichtlich seit dem 11. Lebensjahr nicht mehr um ihr Kind gekümmert hat, dürfte gröbliche Vernachlässigung vorliegen und / oder Entfremdung eingetreten sein. Siehe hierzu auch "Grundsätzliche Informationen zum Themenkomplex Elternunterhalt" und hier Ziffer 9.

Aufwendungen ( Darlehens- und Renovierungskosten ) für die vor 6 Monaten gekaufte Eigentumswohnung können geltend gemacht werden. Finanzierungskosten ( z.B. Ratenkredit ) für Auto ebenfalls.

Aufwendungen für Versicherungen wie z.B. Hausrat, Haftpflicht, Strom , GEZ, Telefon, Benzin, Handy, für den Lebensunterhalt ( z.B. Lebensmittel ), Bekleidung, Haustier usw., sind i.d.R. durch den zugestandenen Selbstbehalt von derzeit monatlich noch 1.400.-Euro ( Anmerkung: Der Betrag könnte sich durch die Änderung der Düsseldorfer Tabelle möglicherweise ab 01.07.2007 ändern ) zu decken.

Dass der nunmehr zum Elternunterhalt Herangezogene seinen Angaben zufolge über seine Verhältnisse lebt, kann grundsätzlich nicht zu Lasten des Unterhaltsbedürftigen ( also der Mutter ) gehen. Andererseits scheint es aber auch fraglich, ob der zum Elternunterhalt Herangezogene die Verwirklichung seines bisherigen Lebensentwurfs - nämlich sein Geld immer vollständig auszugeben - nunmehr ändern muss. Diesseits wird die Auffassung vertreten, dass er dies nicht so ohne Weiteres muss.

Ungeachtet dessen erscheint es unter Berücksichtigung der offen gelegten Verpflichtungen ehedem fraglich, ob der zum Elternunterhalt Herangezogene leistungsfähig ist. Diese Frage wird im Fall der Fälle vom zuständigen Tatrichter zu klären sein.

Die Beiziehung eines in Elternunterhalt langjährig erfahrenen Fachanwalts für Familienrecht scheint in jedem Fall hilfreich.

Freundliche Grüsse
Betroffener



Re: Unterhalt für meine Mutter im Pflegeheim
geschrieben von: majonsche (IP gespeichert)
Datum: 02. Juli 2007 10:09

Vielen Dank für die Fallspezifische Anwort.

Es beruhigt mich etwas das ich zumindest meine Wohnung und mein Autokredit geltend machen kann.

Ich kann mir so oder so die Kugel geben, falls es dazu kommt, dass ich Unterhalt zahlen muss. Was hab ich denn dann noch von meinem Leben? Nichts mehr ich lebe nicht über meine Verhältnisse damit ich in Luxus schwelgen kann, sondern um meine laufenden Kosten zu decken.

Mein Leben ist dann ruiniert - ich kann mir den Gedanken an ein kleines Häuschen und eine Familie an den Hut schmieren. Damit ist meine Zukunft verbaut.

Ich werd jedenfalls Ihren Rat annehmen und einen kompetenten Anwalt zu Rate ziehen, in der Hoffnung dass ich auch einen finde.

Gute Anwälte gibts leider viel zu wenige.

Herzlichen Dank nochmal

Re: Unterhalt für meine Mutter im Pflegeheim
geschrieben von: Betroffener (IP gespeichert)
Datum: 03. Juli 2007 12:21

Hallo,

eine Heranziehung kann ohne Kenntnis der genauen Sachlage verständlicherweise nie ganz ausgeschlossen werden, dennoch besteht im vorliegenden Fall aufgrund der bisherigen Schilderung des zum Elternunterhalt Herangezogenen berechtigte Hoffnung, dass dieser nur teilweise bzw. überhaupt nicht zum Elternunterhalt herangezogen werden kann, wobei im Fall der Fälle - wie bereits erwähnt - der Tatrichter anhand der Aktenlage darüber zu befinden hat.

Falls Interesse an entsprechenden Informationen hinsichtlich Anwälte besteht, bitte Bundesland mitteilen, wo der jetzt zum Elternunterhalt Herangezogene wohnt.

Freundliche Grüsse
Betroffener

Re: Unterhalt für meine Mutter im Pflegeheim
geschrieben von: majonsche (IP gespeichert)
Datum: 04. Juli 2007 09:22

Hallo Betroffener,

ja wär mir eine Hilfe Info's über einen fähigen und kompetenten Anwalt zu bekommen, ich kriege nämlich nachts kein Auge mehr zu seitdem mein zweiter Vorname "Herangezogene" ist.

Ich wohne in Rheinland-Pfalz (Südpfalz) im Raum Speyer/Germersheim/Landau.

Hier meine e-mail: lilfibi@aol.com

Vielen herzlichen Dank im voraus für Ihre Hilfe

Grüße
Majon

Re: Unterhalt für meine Mutter im Pflegeheim
geschrieben von: Betroffener (IP gespeichert)
Datum: 04. Juli 2007 10:30

Hallo,

schauen Sie in das von Ihnen angegebene E-mail Postfach.

Freundliche Grüsse
Betroffener



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