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Das Hessenfernsehen zum Thema Elternunterhalt
geschrieben von: Horst Lucht (IP gespeichert)
Datum: 10. Oktober 2006 18:51

Das Regionalfernsehen Hessen von DasErste will erneut die Thematik
Elternunterhalt aufgreifen.
Aktuell Betroffene bitte melden by horst.lucht@gmx.de

Re: Das Hessenfernsehen zum Thema Elternunterhalt
geschrieben von: Dr. Heinrich Hupedalm (IP gespeichert)
Datum: 11. Oktober 2006 01:38

Ich möchte auf einen grundlegenden Irrtum hinweisen: Es gab - speziell in den 80-er Jahren, kaum liebende Eltern ...und deshalb gibt es in der generation 40+ einen mangel an liebe und eine sehr geringe neigung, sich um lieblose und eher lästige eltern zu kümmern. Eltern, die sich nie um ihre kinder gekümmert haben, sollten diesen gegenüber keinen anspruch auf unterhalt haben.

Meine Schwiegermutter im Pflegeheim würde uns allen eine Riesenfreude machen, wenn sie endlich sterben würde. Es ist so absurd, noch die Enkelgeneration mit dem Versagen der Großeltern zu belasten.

Re: Das Hessenfernsehen zum Thema Elternunterhalt
geschrieben von: Horst Lucht (IP gespeichert)
Datum: 11. Oktober 2006 11:49

Sie stellen das Ganze sehr radikal da. Dem folge ich S O nicht.
Die heimbetreuungs- bzw. pflegebedürftigen Eltern sind nicht verantwortlich für das Rechtschaos in D um diesen Elternunterhalt.
Da MUSS endlich was passieren. Deswegen suche ich Betroffene.

Eltern sind in aller Regel eben NICHT lästig. Gab es da hin und wieder elterliche Versäumnisse, so kann "Unbillige Härte" geltend gemacht werden, und man ist u.U. von der vermeintlichen Elternunterhaltspflicht befreit.

Viel wichtiger ist jedoch, dass abgestimmt gehandelt wird von Seiten der Betroffenen. Da gibt es noch viel, sehr viel !!!!!!!! , zu TUN.

Auch Rechtsanwälte sind gebeten sich hier mehr zu engagieren.

Horst Lucht, SCHUFU - Mitglied

Re: Das Hessenfernsehen zum Thema Elternunterhalt
geschrieben von: Dr. Horst Hupedalm (IP gespeichert)
Datum: 12. Oktober 2006 01:11

Sehr geehrter Herr Lucht,
Sie haben völlig Recht und die vermeintliche "Radikalität" ist im Prinzip Ausdruck eines Gefühlschaos, in dem wir uns befinden, seitdem wir uns regelmäßig mit den Forderungen des Sozialamtes auseinandersetzen müssen. Wenn auch die eigenen Kinder von dieser Unterhalts-Verpflichtung betroffen sind, setzt eine Art "biologisches Programm" ein, mit dem man seinen Nachwuchs schützen möchte. Fakt und Belastung ist zudem, daß praktisch jedes zusätzliche Einkommen unserer Familie (natürlich bis zu den Obergrenzen) direkt an das Sozialamt durchgereicht werden würde. Und dies beeinflußt auch Entscheidungen: Ein Auftrag für meine Frau - lohnt nicht; ein Ferienjob für unsere große Tocher - lohnt nicht; Tilgung von Hypotheken - besser nicht.

Dies ist die individuelle Ebene.

Aber was ist die Alternative? Wollen Sie einen überschuldeten Staat dazu verdonnern, für all diese Alten aufzukommen, die Kosten von 3000 bis 3500 Euro im Monat verursachen? Wenn ja, wäre die logische Folge der gleichzeitige Tod jeder individuellen Vorsorge. Und außerdem wäre diese Leistung mutmaßlich steuerfinanziert: Welche Lasten wollen wir eigentlich unseren Kindern noch aufbürden?

Also geht das auch nicht.

Sehr geehrter Herr Lucht, Sie haben sich eines Themas angenommen, das eindimensional nicht abgehandelt werden kann und ich wünsche Ihnen die Fähigkeit, dies auch zu übermitteln. Ich muß jetzt zu einem Patienten, da ich notdienst habe.
Gruß HH


Re: Das Hessenfernsehen zum Thema Elternunterhalt
geschrieben von: Walter (IP gespeichert)
Datum: 12. Oktober 2006 10:54

Das angeführte Problem ist doch hausgemacht.

Durch die Veränderung des Gesellschaftssystem sind die Probleme erst entstanden.

Darauf möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen.

Zwei Gruppen stehen sich gegenüber:
Der Bürger, der sein Leben lang Beiträge in die Sozialsysteme eingezahlt hat um in seinem Lebensabend abgesichert zu sein. (Zwangssystem des Staates)

Der Staat, der aus der Sicht des Bürgers nun seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, sondern zuerst die Kinder ausplündert bervor er das zuvor von den Bürgern eingezahlte Vermögen auszahlt.
Der Bürger denkt mit Recht, das der Staat (verschiedenen Regierungen) das Vermögen des Bürgers veruntreut, denn für viele andere Dinge hatte der Staat das Geld nun doch scheinbar verwendet.

Panzer, Bomben Raketen und Unterstützung von vielen verschiedenen Regierung, unter anderem die Palestinänser war Geld vorhanden.

Nun spielt der Staat die Kinder gegen die Eltern aus. Unterhaltsansprüche der Eltern gegen die Kinder werden von den Sozialbehörden mit Brutalität, Rücksichtslosigkeit und Gründlichkeit durchgeführt, gegen die die Kinder kein Mittel finden.

Abgesehen davon sind die Kosten für die Heimunterbringung dermaßen hoch, daß hier eher davon ausgegangen werden kann das diese Einrichtung vom Staat dazu benutzt wird an das Geld zu kommen, das von der alten Generation auf die Nachfolgegeneration vererbt werden soll.

Gespräche mit Verwaltungsleuten der Heime lassen diesen Schluß zu.
Und es ist kein Geheimnis, das der Staat sehr wohl weiß welche Summen vererbt werden.

Darum wurde der Zugriff des Staates auf die Konten der Bürger bei den Banken notwendig. Der nächste Schritt ist schon in Vorbereitung. Die Kontenständes werden spätestens Mitte nächsten Jahres abgefragt werden können.

Also ist eins klar, den Staat interessieren nicht die Menschen im Lande, sondern sein Vermögen.

Unter diesem Gesichtspunkt sieht das Handeln des Staates schon verständlicher aus.

Das sind meine Erfahrungen mit den Behörden.

mfg
W.G.











Re: Das Hessenfernsehen zum Thema Elternunterhalt
geschrieben von: Horst Lucht (IP gespeichert)
Datum: 12. Oktober 2006 14:19

In den anglo-amerikanischen, in den skandinawischen Staaten gibt es diesen Elternunterhalt NICHT, auch nicht in Holland.
Die vermeintlich unterhaltspflichtigen Kinder, die Sandwichesgeneration, sind auch ohne diesen sog. Elternunterhalt durch ständig steigende Steuern und Abgaben, durch ihre familiären Pflichten längst an der "Leistungsgrenze" angekommen.
Dieses Land hat viel Geld, das nur falsch verteilt ist.
Siehe auch neuestes "Schwarzbuch" des Bundes der Steuerzahler, u.a.

In anderen Foren habe ich dazu schon reichlich Stellung genommen.

Ich habe mit Datum 18.02.2006 zum Elternunterhalt eine Öffentliche Petition beim Deutschen Bundestag laufen, die dort auch veröffentlicht wurde.
In einem anderen Forum läuft DAZU eine NEUE Petition.

Es MUSS sich was tun.

Re: Das Hessenfernsehen zum Thema Elternunterhalt
geschrieben von: Dr. Heinrich Hupedalm (IP gespeichert)
Datum: 13. Oktober 2006 01:37

Hallo Herr Lucht,
jetzt bin ich ganz bei Ihnen. Auch ich finde es unerträglich, daß die Leistungsträger immer mehr abgezockt werden Denn sie reagieren - wie die meisten Menschen - rational. Sie ziehen sich zurück, wie in C.K. Wellers amüsanter und brillanter Analyse unserer Gesellschaft oder sie wandern aus. Für unseren sehr begabten Sohn ist eine Zukunft in Deutschland schon jetzt kaum vorstellbar.

Was man, glaube ich, verstehen muß, ist die Tatsache, daß POlitiker echte Machtmenschen sind, die auch jeden emotionalen Streß durchstehen, denen Sie und ich lieber aus dem Wege gehen würden. Und Macht hat nun einmal mit Geld zu tun.

Wie soll eine Demokratie funktionieren mit mehr als 40 Prozent Leistungsempfängern, die gleichzeitig Wähler sind?

Mit den besten Grüßen
Ihr HH


Re: Das Hessenfernsehen zum Thema Elternunterhalt
geschrieben von: Horst Lucht (IP gespeichert)
Datum: 13. Oktober 2006 09:28

Diese Politiker, egal welcher Farbe, versündigten, versündigen sich irreparabel an unseren Kindern.
Leistung wird in diesem Lande immer, immer wieder mehrfach bestraft.
Aber auch die großen Wirtschafts- und Finanzbosse trieben, treiben Raubbau
gigantischen Ausmaßes am deutschen Volk. Ja, ich bezeichne sie als vaterlandslose Gesellen, als Verräter Arm in Arm mit der Politik.
Siehe auch die 17 Nebenjobs des feinen Herrn Merz. Wieviel Stunden hat wohl dessen Tag !! ??
Der Fisch stinkt zuerst am Kopf.

Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um meinen Schlaf gebracht - von Heine. Wie recht erhat, auch heute.

Re: Das Hessenfernsehen zum Thema Elternunterhalt
geschrieben von: Carla K. weller (IP gespeichert)
Datum: 14. Oktober 2006 01:57

"Wir stehen zusammen und diskutieren mal wieder übers Auswandern...Letzlich verbindet uns der Galgenhumor einer aussterbenden "Rasse". Wir wissen alle, daß es eng und enger wird im Land. Seit Jahrzehnten verplempern Parteien, Regierungen und Bürokraten das Geld der Steuerzahler - unser Geld - als würde es problemlos nachwachsen. Nach jahrzehntelanger unkontrollierter Mißtwirtschaft hat unser Staat einen Haushalt, mit dem man privat längst Konkurs anmelden müßte. Aber er sucht leider keine Schuldnerberatung auf, sondern zapft immer wieder neue Quellen an, quetscht die Bürger aus wie Zitronen. Und Zitronen sind bekanntlich sauer." (Aus SMS von Julia, S. 16ff)




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