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Verschuldete Immobilie der Eltern
geschrieben von: Natalie1 (IP gespeichert)
Datum: 26. März 2006 13:33

Hallo zusammen,
folgendes Problem haben wir:

Meine Eltern wohnen in einem Haus (Verkehrswert ca. 150 T€), das mit einer Hypothek belastet ist (Restschuld ca. 48 T€). Meine Vater ist nun in den Ruhestand gegangen, so das meinen ELtern eine Rente von insgesamt ca. 900€ im Monat zur Verfügung steht.

Die Belastung für die Abzahlung der Hypothek und die Abzahlung eines weiteren Kredits (14 T€) übersteigt die finanziellen Möglichkeiten meiner Eltern, so dass wir nun Unterstützung leisten müssen.

Was sollen wir nun tun? Uns sind die folgenden Lösungsmöglichkeiten eingefallen:


Variante 1): Immobilie bleibt im Besitz meiner Eltern, wir zahlen die Raten für die Kredite. Kann dies steuerlich geltend gemacht werden? Macht diese überhaupt Sinn?

Variante 2): Immobilie wird an uns verschenkt (inkl. der Hypothek und der anderen Schulden, um die dann die Hypothek aufgestockt wird), wir tilgen die Schulden. Hier ergeben sich nun drei Untervarianten
2a) Vermietung des Hauses an meine Eltern für eine geringe Miete
(50% der ortsübl. Vergleichsmiete)
2b) unentgeltliche Überlassung des Wohnraums an meine Eltern
2c) Gewähren eines lebenslanges Wohnrechts (Nießbrauch) als
Gegenleistung für die Schenkung

Sind diese Varianten so möglich? Welche Variante ist die beste im Hinblick auf die steuerliche Behandlung? Wie verhalten sich diese Varianten im Hinblick auf einen möglichen Sozialhilferegress für den Fall, das ein oder beide Elternteile zum Pflegefall werden und die Pflegekosten die Leistungen der Pflegeversicherung überschreiten

Variante 3) Immobilie wird von uns gekauft zum Preis der Schuldensumme, auch hier wieder zwei Untervarianten
3a) Vermietung des Hauses an meine Eltern für eine geringe Miete
(50% der ortsübl. Vergleichsmiete)
3b) unentgeltliche Überlassung des Wohnraums an meine Eltern
Ist der Kauf zum Preis der Schuldensumme überhaupt möglich oder gilt dies als verdeckte Schenkung (mit entsprechender Auswirkung bei SOzialhilferegress) Welche Variante ist die beste im Hinblick auf die steuerliche Behandlung? Wie verhalten sich diese Varianten im Hinblick auf einen möglichen Sozialhilferegress für den Fall, das ein oder beide Elternteile zum Pflegefall werden und die Pflegekosten die Leistungen der Pflegeversicherung überschreiten

Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe

Natalie

Re: Verschuldete Immobilie der Eltern
geschrieben von: Betroffener (IP gespeichert)
Datum: 28. März 2006 09:30

Bei dieser Fallkonstellation scheint die Hinzuziehung eines Anwalts und / oder Steuerberaters unerlässlich. Alles andere wäre "Spekulation" mit unvorherbaren Folgen.



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